Einfuhrumsatzsteuer fällt seit 1. Juli ab dem ersten Cent an

Drastischer Rückgang bei Packerln aus China

Mittwoch, 26. Januar 2022 | 07:18 Uhr

Online-Bestellungen aus China sind vergangenes Jahr drastisch eingebrochen. Weil seit Mitte 2021 die Einfuhrumsatzsteuer ab dem ersten Cent des Warenwerts anfällt und es keine Freigrenze von 22 Euro mehr gibt, verzeichnet die Post einen Rückgang der Sendungen um 50 Prozent. 2021 wurden 335 Mio. Euro aus der Einfuhrumsatzsteuer eingehoben, nach 299 Mio. Euro 2020, teilte das für Zoll zuständige Finanzministerium am Mittwoch mit. Davor waren Pakete oft falsch deklariert worden.

Auch die Coronapandemie beschäftigte die Zöllner 2021. Angepriesen als angebliches Covid-Heilmittel, explodierte die Anzahl an sichergestellten Tabletten seit September förmlich. Bei 845 Aufgriffen wurden insgesamt 36.700 Stück Ivermectin-Tabletten entdeckt. Der Strafrahmen bei der illegalen Einfuhr von Medikamenten liegt bei einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 7.260 Euro.

Eine enorme Steigerung an Aufgriffen verzeichnete man auch im Bereich der verbotenen Arzneiwaren mit insgesamt mehr als 2,6 Mio. Stück, wobei ein Fall aus dem vergangenen Oktober besonders heraussticht: In 50 Kartons, die aus Dubai via Flugzeug nach Wien-Schwechat angeliefert wurden, konnten 2,16 Mio. Pseudoephedrin-Tabletten beschlagnahmt werden. Aus diesen Tabletten hätten rund 233 Kilogramm Crystal Meth mit einem Straßenverkaufswert von etwa 8 Mio. Euro hergestellt werden sollen.

Von: apa