Die Festnahmen sollen in Zusammenhang mit der Mosambik-Affäre stehen

Drei Ex-Mitarbeiter der Credit Suisse festgenommen

Freitag, 04. Januar 2019 | 05:46 Uhr

Drei ehemalige Mitarbeiter der Schweizer Bank Credit Suisse sind wegen Betrugsverdachts im Zusammenhang mit Krediten an das hoch verschuldete afrikanische Land Mosambik am Donnerstag in London festgenommen worden. Ihnen werde Korruption, Geldwäsche und Wertpapierbetrug vorgeworfen, sagte ein Sprecher der US-Staatsanwaltschaft, die die Festnahme veranlasst hatte.

Alle drei seien gegen Kaution freigelassen worden. Die USA forderten ihre Auslieferung. Anwälte der drei Beschuldigten waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Credit Suisse teilte mit, man werde mit den Behörden weiter zusammenarbeiten. Den ehemaligen Mitarbeitern werde vorgeworfen, sich persönlich bereichert und die internen Kontrollen der Bank umgangen zu haben.

Vor fünf Tagen war im selben Fall der ehemalige Finanzminister des afrikanischen Landes, Manuel Chang, in Südafrika verhaftet worden. Credit Suisse und die russische VTB Bank hatten Mosambik 2013 und 2014 Kredite über insgesamt zwei Milliarden Dollar (1,76 Mrd. Euro) gewährt, die vor internationalen Gläubigern wie etwa dem Internationalen Währungsfonds (IWF) geheim gehalten wurden. Als die Geschäfte ans Licht kamen, stellte der IWF seine Zahlungen an Mosambik ein, das Land schlitterte in eine Währungs- und Schuldenkrise. Die USA verlangen auch die Auslieferung Changs, der die Vorwürfe zurückgewiesen hat.

Von: APA/ag.

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