Schnedl und Strache hoffen auf baldigen Abschluss

Dritte Runde der Beamtengehaltsverhandlungen gestartet

Dienstag, 20. November 2018 | 18:08 Uhr

Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) sowie Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) auf Regierungsseite haben am Dienstagabend die dritte Runde der Gehaltsverhandlungen gestartet. Vor Beginn der Gespräche gab es Uneinigkeit, wer den ersten Schritt machen soll.

GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl sagte, er erwarte “ein ordentliches Angebot” der Regierung. Dies bedeute einen deutlichen Anteil am Wirtschaftswachstum, das mit 3,0 Prozent außer Streit gestellt wurde. Dass die Gewerkschaft heute eine konkrete Forderung auf den Tisch legen werde, sei noch nicht fix. Das hänge vom Verlauf der Verhandlungen ab.

Strache hingegen erwartet, dass zunächst die Gewerkschaft eine Forderung auf den Tisch legt. Es sei üblich, dass zuerst die Gewerkschaft ihre Vorstellungen präsentiert.

Trotz dieser Uneinigkeit wollten beide Seiten einen Abschluss schon am Dienstagabend nicht ganz ausschließen. Schnedl meinte, das hänge von der Höhe des Angebots der Regierung ab. Auch Strache hielt einen Abschluss für “möglich”, es werde darauf ankommen, wie beide Seiten agieren.

Sowohl der Vizekanzler als auch der Finanzminister bekräftigten, dass die außer Streit gestellte Inflation von 2,02 Prozent die Basis für die Verhandlungen sei. Löger betonte, dass jede Erhöhung auch eine Belastung für das Budget sei, deshalb müsse man “sorgsam und vernünftig verhandeln”. Strache verwies darauf, dass ein Prozent Gehaltserhöhung sich im Budget mit 137,7 Millionen Euro an Kosten niederschlage. Löger macht auch darauf aufmerksam, dass sich das Wirtschaftswachstum für heuer auf 2,7 bis 2,8 Prozent verlangsame.

Angesprochen auf die Metaller erklärte der Vizekanzler, dass die Beamten in den letzten Jahren im Durchschnitt immer etwa einen Prozentpunkt unter den Metallern abgeschlossen hätten. Die Metaller haben am Sonntagabend eine Gehaltserhöhung zwischen 3,0 und 4,3 Prozent – im Durchschnitt 3,46 Prozent – erreicht.

Von: apa

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