Unterstützung durch gezieltes Tutoring

“Du bist nicht allein”: Tutoren begleiten Freiwillige

Freitag, 17. Juni 2022 | 00:12 Uhr

Bozen – Gutes tun und es gut tun ist ein Leitmotiv aller sozialen Organisationen. Damit dies auch gut gelingen kann, bekommen Ehrenamtliche und Freiwillige, sowie Praktikanten und Zivildienstleistende Unterstützung durch gezieltes Tutoring.

Es gibt wohl keinen Lebensbereich in Südtirol, der nicht maßgeblich von Freiwilligen- und Vereinsarbeit geprägt ist. Freiwilligenarbeit begleitet uns ein Leben lang. Sie gehört zu unserer Biografie und selbst wenn wir uns nicht aktiv engagieren, so profitieren wir doch immer wieder davon, dass andere diese Verantwortung übernehmen.

Weil Freiwillige und Ehrenamtliche so wichtig sind, hat die Dienststelle für Freiwilligenarbeit im Dachverband für Soziales und Gesundheit jetzt eine neue Initiative vorgestellt und ein nützliches Handbuch herausgegeben. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit mehreren gemeinnützigen Vereinigungen aus Südtirol und der Nachbarprovinz Belluno.

„Es geht darum, Freiwillige und Ehrenamtliche so gut wie möglich in den Verein aufzunehmen und sorgfältig zu begleiten“, erklärt Georg Leimstädtner, Geschäftsführer des Dachverbands. Gelingen kann das, ähnlich wie im schulischen Bereich, durch den Einsatz von Tutoren. Ein Tutor oder eine Tutorin (lateinisch für ‚‘Vormund’, ‚‘Beschützer’) ist im akademischen Bereich eine Person, die mit der Begleitung, Unterrichtung und Leitung anderer Personen beauftragt ist. Ähnlich sollen Tutoren nun auch im Vereinswesen für die Freiwilligen und Ehrenamtlichen eine unterstützende und begleitende Rolle übernehmen. „Der Freiwilligen-Tutor ist ein Begleiter, Betreuer und Vertrauensperson. Durch ihn wird sichergestellt, dass immer eine fachliche Anleitung und ein kontinuierlicher Ansprechpartner zur Verfügung stehen“, erklärt Simonetta Terzariol, Leiterin der Dienststelle Freiwilligenarbeit.

Tutoren unterstützen und begleiten neben den Ehrenamtlichen und Freiwilligen ebenso auch Praktikanten und Zivildienstleistende. Besonders wichtig ist dies natürlich in der Startphase. „Die gute Einarbeitung ist sehr wichtig. Der Tutor fungiert aber auch über den Start hinaus auch später noch als Vertrauens- und Ansprechperson, einfach als Sicherheit, um bei Fragen oder Problemen aufgefangen zu werden“, sagt Simonetta Terzariol und sie unterstreicht. „Als Freiwilliger ist man nicht allein. Niemand wird ins kalte Wasser geworfen. Bei unseren Organisationen und in den verschiedenen Einsatzbereichen gibt es immer Menschen, die dich unterstützen. Du lernst andere Freiwillige kennen, mit denen du dich austauschen kannst. Zudem bildest du dich fachlich und persönlich weiter. Der Freiwilligen-Tutor hilft dabei.“

„Damit wollen wir das freiwillige Engagement nachhaltig stärken und sichern“, betont Dachverband-Direktor Georg Leimstädtner: „Ehrenamtliche Arbeit verdient eine gute Begleitung und die Freiwilligenorganisationen müssen den interessierten Freiwilligen gute Rahmenbedingungen bieten. Zum einen, um den Einstieg zu erleichtern und zum anderen dafür sorgen, dass die Freiwilligen auch längerfristig in der Organisation verbleiben und wirken.“

Die neue Veröffentlichung “Tutoring für die Begleitung von Freiwilligen” stellt einen entscheidenden operativen Schritt dar, zusammen mit den Arbeitsheften “Freiwillige gewinnen und koordinieren” und “Coaching in Freiwilligenorganisationen”. Es ist dies ein dreistufiger Prozess, der die Aufnahme, die Koordinierung und das Coaching umfasst, mit nützlichen Werkzeugen für die verbandsinterne Vorbereitung und das Freiwilligen-Management in den verschiedenen Phasen und Formen.

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

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