Frener & Reifer schlägt hohe Wellen in Paris

Eine höchstkomplexe Fassade

Freitag, 29. Juli 2022 | 12:33 Uhr

Brixen – Es ist eine der berühmtesten Einkaufsadressen der Welt: La Samaritaine in Paris. Nach umfangreichen Sanierungs‐ und Neubauarbeiten erstrahlt das Gebäude wieder in neuem Glanz. Die elegante Wellenglasfassade in der Rue de Rivoli wurde zum Symbol für die Wiedereröffnung des ikonischen Luxuswarenhauses. Eine höchstkomplexe Fassade, die vom Brixner Fassadenbauer FRENER & REIFER realisiert wurde.

Mit den Sanierungs‐ und Neubauplanungen wurde das Pritzker‐Preis‐ausgezeichnete Architekturbüro SANAA beauftragt. Gemeinsam mit dem Pariser Architekturbüro SRA hauchte das japanische Architekten‐Duo von SANAA dem monumentalen Gebäude neues Leben ein.

Gläserne Gebäudehüllen spielten hier eine Schlüsselrolle. Eine Paradedisziplin des Fassadenbauers FRENER & REIFER. Das Brixner Unternehmen plante, fertigte und montierte die eindrucksvolle Wellenglasfassade des Neubaus sowie zwei zeitgenössische Glasdächer, Innenhoffassaden und eine gläserne Verbindungsbrücke. Das Projekt umfasste insgesamt zehn Baulose und ein Auftragsvolumen von über 30 Mio. Euro.

Sämtliche Glasfassaden wurden als Sonderlösung entworfen, um dem architektonisch sehr ehrgeizigen Projekt von SANAA Gestalt und Funktionssicherheit zu verleihen. Dank innovativer ingenieurs‐, fertigungs‐ und montagetechnischer Lösungen hat das Ergebnis in seiner Detailperfektion alle Erwartungen übertroffen.

Nun verläuft die „facade ondule“ in sanften Wellen entlang der Rue de Rivoli und spiegelt wirkungsvoll die berühmte Stadtlandschaft von Paris. Ein optisches Gesamtkunstwerk, das den Laien in Staunen versetzt und den technisch versierten Betrachter näher hinsehen lässt. Die hochkomplexe Fassade besteht aus drei Schichten: die innere Schicht bildet eine Doppelhaut aus einer thermischen, isolierenden Dreifachverglasung aus feuerfestem Glas und einer vorgelagerten Einfachverglasung mit weißem Siebdruck. Die äußerste Schicht verläuft im Abstand von ein – 1,5 m vor der thermischen Fassade und besteht aus insgesamt 340 Wellengläsern. Diese fungieren gemeinsam mit der weißen Fassade als Sonnenschutz. Die Scheiben wurden mittels Spiegeldruck (Magnetron
Verfahren) mit silberfarbenen, verlaufenden Punkten versehen, die das Sonnenlicht reflektieren. Die einzelnen Glaspaneele werden – trotz stolzem Gewicht von 700 bis 1.100 Kilogramm ‐ an nur jeweils vier Punkten von schlanken Edelstahlkonsolen gehalten.

Der französische LVMH‐Konzern (Louis Vuitton Moët Hennessy SE) ist der weltweit führende Luxusgüterhersteller und bereits seit 2010 neuer Eigentümer der Liegenschaft. Laut eigenen Angaben hat der Konzern 750 Mio. € in den Wiederaufbau investiert. Bei der feierlichen Eröffnung war sogar Präsident Macron zugegen.

Heute beherbergt das neue Samaritaine neben 600 Boutiquen und Geschäften das 5‐Sterne‐Hotel „Le Cheval Blanc“, hochwertige Büros, fast 100 Sozialwohnungen und einen eigenen Kindergarten.

Von: luk

Bezirk: Eisacktal

Kommentare

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8 Kommentare auf "Eine höchstkomplexe Fassade"


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falschauer
18 Tage 14 h

auf solche vorzeigeunternehmer können wir stolz sein, darauf stoßen wir im “weißen rössl” mit einem cheval blanc jahrgang 90 an 🍷🍷

Faktenchecker
18 Tage 14 h

Achtung Werbung….

Zugspitze947
18 Tage 12 h

Gratuliere wirklich eine aussergewöhnliche Arbeit ❤ Und DAS als Made in Südtirol ❤👌

Offline1
Offline1
Kinig
18 Tage 9 h

Großartige Arbeit aus Südtirol 👍👍

Mr.X
Mr.X
Tratscher
18 Tage 8 h

Kompletter Schwochsinn so a Fassade. Ober sell derf man jo net sogen… Mochts lei ols aus Glos. Zun Putzen und für die Wärm perfekt.

PuggaNagga
18 Tage 7 h

Jo wias des do af der Innenseite putzen?
Glos isch schian solong sauber isch. Bols dreckig ischbober richtig schlompig.
Und meischtn wert aus Kostengründen nit zu oft a sette Fassade geputzt.

Kinig
18 Tage 6 h

💪💪 SÜDTIROL

cilli72
cilli72
Grünschnabel
18 Tage 6 h

Dieser Betrieb war am finanziellen und organisatorischen “Scheideweg”.. Good news freu ich für die Mitarbeiter

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