Aufruf an die Landespolitik

Eisenbahner: Gewerkschaft fordert Neueinstellungen

Donnerstag, 09. Juli 2015 | 16:11 Uhr

Bozen – Seit Jahren beanstandet die Transportgewerkschaft FIT im SGBCISL die Personalpolitik des Eisenbahnnetzbetreibers RFI in Südtirol. RFI ist auch für die Instandhaltung der Schienen zuständig.

In den vergangenen zwölf Monaten hat das in Südtirol tätige Personal 8.000 Überstunden angesammelt und in über 2.000 Nächten gearbeitet. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten liegt bei über 50 Jahren. In den vergangenen Jahren sind keine Neueinstellungen vorgenommen worden.

Das Personal wird aus Verona verwaltet, in Bozen gibt es diesbezüglich keine Ansprechperson, erläutert die Gewerkschaft.

„Die Unternehmenspolitik hat zur Auslagerung der Zuständigkeiten für das Personal und zu Kosteneinsparungen geführt, die sich auch auf die Beschäftigten auswirken. Es wird immer häufiger vorübergehend Personal aus anderen Regionen eingesetzt, das aber vielfach die Besonderheiten unseres Landes nicht kennt. Angesichts dieser Situation haben wir mehrmals ein Kurswechsel gefordert; bislang ergebnislos“, schreibt der SGBCISL.

„Deshalb rufen wir die Landespolitik auf zu intervenieren, um gemeinsam eine langfristige Lösung zu finden. Wir schlagen Neueinstellungen von jungen Arbeitskräften vor und eine neuartige Ausbildung, um die hohe Professionalität der Beschäftigten zu halten. In Deutschland ist eine spezifische Ausbildung für den Eisenbahnbereich bereits in der Berufsschule möglich und vorgesehen. Die Jugendlichen steigen dann in die entsprechende Abteilung für Wartung und Instandhaltung der Deutschen Bahn ein. Wir denken, dass das Land Südtirol das Potential hätte, diesem Beispiel zu folgen“, heißt es abschließend.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen