Fehlende Patenteinnahmen und Lieferkettenproblemen belasteten Ericsson

Ericsson verdiente im 3. Quartal weniger

Donnerstag, 20. Oktober 2022 | 08:53 Uhr

Eingebrochene Einnahmen für seine Patente und Lizenzen haben das dritte Quartal des schwedischen Netzwerkausrüsters Ericsson deutlich belastet. Weil zudem die Lieferkettenprobleme anhielten, das Unternehmen höhere Auslagen infolge der Inflation hat und viel investiert, sackte das um Restrukturierungskosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 7,2 Mrd. schwedische Kronen (658 Mio. Euro) ab.

Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von rund 19 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich knickte der Gewinn um sieben Prozent auf 5,4 Mrd. Kronen ein.

Die Bruttomarge lag mit 41,4 Prozent nicht nur unter dem Vorjahreswert, sondern war auch geringer als in den beiden Vorquartalen 2022. Bei operativem Ergebnis und der Bruttomarge hinkte Ericsson hinter den durchschnittlichen Analystenerwartungen hinterher.

Besser entwickelte sich unterdessen der Umsatz, der um mehr als ein Fünftel auf 68 Mrd. Kronen stieg. Branchenexperten hatten etwas weniger geschätzt. Ohne Wechselkurs- und andere Effekte lag das Plus allerdings bei nur drei Prozent. Konzernchef Börje Ekholm kündigte Preiserhöhungen an, um der Inflation Herr zu werden. Ziel sei es, auch durch Kostensenkungen zu einer besseren Marge zu gelangen.

Von: APA/dpa-AFX

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz