Die OPEC berät in einem Online-Meeting ihre weitere Förderstrategie

Erste Sitzung der OPEC+ nach EU-Einigung zu Ölembargo

Donnerstag, 02. Juni 2022 | 05:15 Uhr

Nach der jüngsten Einigung der EU-Staaten auf Importbeschränkungen für russisches Öl berät die Erdöl-Allianz OPEC+ am Donnerstag über ihre weitere Förderstrategie. Vor der monatlichen Online-Sitzung wurde die Frage diskutiert, ob Russland auch in Zukunft an die Produktionsvereinbarungen des Kartells gebunden bleibt, oder wegen des Sanktionsdrucks davon befreit wird. Laut dem “Wall Street Journal” erwägen einige der Mitglieder, das Ölförderabkommen mit Russland auszusetzen.

Denn Russland konnte zuletzt seine Förderziele im Rahmen der OPEC+ nicht erfüllen. Moskaus Außenminister Sergei Lawrow betonte jedoch am Mittwoch die Wichtigkeit der Ölallianz, die aus der von Saudi-Arabien dominierten Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sowie aus Kooperationspartnern um Russland besteht. In seinen Gesprächen mit arabischen Kollegen seien die bisherigen Absprachen bestätigt worden, sagte Lawrow laut der staatlichen Agentur Tass.

Sollte es am Donnerstag zu keinen Änderungen in der Struktur der OPEC+ kommen, könnte die Gruppierung ihre gesamte tägliche Fördermenge im Juli wie erwartet um rund 400.000 Barrel (je 159 Liter) ausweiten.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Erste Sitzung der OPEC+ nach EU-Einigung zu Ölembargo"


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N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 1 Tag

Preisfrage!
Welches Land der OPEC ist eigentlich keine Diktatur und in welchen werden Menschenrechte und Gleichberechtigung eingehalten?

Warum schreitet die USA und Europa nicht früh genug ein, im Gegenteil, man mästet sie, schickt Waffen und wenn der ganze Osten explodiert sagt man:” Oh, sorry, wir haben einen Fehler gemacht”!?
Man hätte es ja nicht ahnen können!?

pingoballino1955
pingoballino1955
Superredner
1 Monat 1 Tag

Lavrov lügt,wenn er den Mund aufmacht!😡😡😡

Ischjolougisch
Ischjolougisch
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Der gesamte Westen hängt am Tropf dieser als legitim angesehenen kriminellen Vereinigung. Wie ein Kokain Junkie lächzt und bettelt man hier um das “schwarze Gold” koste es was auch immer. Wir liefern deswegen im Gegenzug wohl auch Waffen dafür . Ein Kuhhandel. Die OPEC sitzt leider am längeren Hebel. Hauptsache wir haben hier genug davon und können es billig haben. Eine bittere Erkenntnis die wohl fast jeden von uns und jede Branche betrifft. Vielleicht gibt es eines Tages echte Alternativen die keine Diktaturen unterstützen und uns ein Stück weit unabhängig machen.

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