Jahreshauptversammlung des lvh in Pfalzen

Erwarten uns in Zukunft mehr Unterstützung

Dienstag, 14. April 2015 | 09:44 Uhr

Pfalzen – Vor Kurzem haben sich die Pfalzner Handwerker im lvh zu ihrer traditionellen Jahreshauptversammlung getroffen, bei der die wichtigsten Themen auf Orts-, Bezirks- und Verbandsebene besprochen wurden. Auch die Gemeinderatswahlen standen auf dem Programm und es kam zum Ausdruck, dass man mit der zukünftigen Gemeindeverwaltung eine bessere Zusammenarbeit im Interesse des Handwerks anstreben möchte.
 
Ortsobmann Hannes Volgger berichtete von den Bemühungen des lvh-Ortsausschusses, im vergangenen Jahr Lösungen für verschiedene Problematiken zu finden, die allerdings mit wenig Erfolg gekrönt waren. So ist bis heute die Parkplatzsituation in der Handwerkerzone, trotz intensiver Gespräche mit der Fraktionsverwaltung, unbefriedigend, da die vorgeschlagene Lösung in einem Rechtsgutachten abgelehnt wurde. „Wir Handwerker erwarten uns von der zukünftigen Gemeindeverwaltung mehr Unterstützung. Dafür müssen wir aber auch bereit sein, Handwerker zur Kandidatur zu ermuntern und sie dann auch zu wählen“, so Volgger. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Wirtschaftssparten müsse im Hinblick auf die Gemeinderatswahlen unbedingt verstärkt werden.

Bürgermeister Josef Gatterer bestätigte die Aussagen des Ortsobmannes zum fehlgeschlagenen Lösungsversuch bezüglich der Parksituation in der Handwerkerzone. Die nächste Gemeindeverwaltung werde wohl nicht umhinkommen, das Thema grundsätzlich zu klären, meinte Gatterer. Zur Glasfaseranbindung berichtete er, dass ca. 200.000 Euro zur Verfügung stehen würden und danach mit der Asphaltierung auch eine Verbesserung des Straßenzustandes erreicht werden wird.

Bezirksobmann Josef Schwärzer berichtete von den Treffen der Pustertaler Wirtschaftstreibenden mit Landeshauptmann Kompatscher, Landesräten und Landesabgeordneten Christian Tschurtschenthaler. „Es sind einige ermutigende Maßnahmen der Landesregierung festzustellen, es müssten aber“, so Schwärzer, „noch viele konkrete Schritte folgen.“ Im Bereich Arbeitssicherheit nahm Schwärzer Bezug auf den Vergleich zwischen den gültigen Regelungen in Italien, Österrreich und Bayern: In einer vom lvh in Auftrag gegebener Diplomarbeit des Institutes für italienisches Recht an der Universität Innsbruck kam klar zum Ausdruck, dass die Gesetze in Italien am strengsten seien. So z.B. wird in Italien jede, auch geringe Verletzung der Vorschriften, als Straftat geahndet. Zudem ist es den Arbeitsinspektoren bei der Ausübung ihrer Tätigkeit gesetzlich nicht möglich, das Prinzip „beraten statt strafen“ anzuwenden. Die Arbeitssicherheitsausbildung ist in den nördlichen Nachbarländern fester Bestandteil der Berufsausbildung, während in Italien dies kaum möglich ist. In Südtirol wird nun, auf verstärkten Druck der Wirtschaftsverbände hin, eine bessere Einbindung in den Unterricht erwartet.

Michael Tappeiner, lvh-Gewerkschaftsvertreter, referierte über die Neuerungen bei der Bilateralen Körperschaft und dem Sani-Fonds und gab Aufschluss über deren konkreten Leistungen für Arbeitnehmer.

Von: ©mk

Bezirk: Pustertal