Susan Wojcicki bezeichnete EU als Internet-feindlich

EU kontert YouTube-Chefin nach Kritik an Copyright-Reform

Dienstag, 06. November 2018 | 15:48 Uhr

Die EU-Kommission hat die Kritik von YouTube-Chefin Susan Wojcicki an der geplanten Reform des EU-Urheberrechts zurückgewiesen. Wer etwas Nützliches und Konstruktives zum derzeitigen Gesetzgebungsverfahren beizutragen habe, sei sehr willkommen, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Dienstag. Diesen Prozess jedoch für die Behauptung zu nutzen, die EU sei gegen das Internet, sei “Unsinn”.

Der Sprecher betonte: Der Gesetzesvorschlag der EU-Kommission ziele nicht auf YouTube-Nutzer oder andere Plattformen. “Sie werden weiterhin in der Lage sein, das zu tun, was sie heute tun, etwa Anleitungen oder andere kreative Inhalte hochladen.” Stattdessen solle die Position von Rechteinhabern gestärkt und ihre Inhalte besser vergütet werden. Derzeit würden EU-Staaten und Europaparlament über eine ausgewogene Reform verhandeln.

YouTube-Chefin Susan Wojcicki hatte Anbieter von Videoinhalten auf der Google-Plattform vor zwei Wochen mit drastischen Worten dazu aufgerufen, in der Debatte um die EU-Urheberrechtsreform gegen mögliche Upload-Filter zu protestieren. Sie sollten sich darüber informieren, wie der umstrittene Artikel 13 der geplanten Richtlinie ihre YouTube-Kanäle betreffen werde “und sofort handeln”.

Artikel 13 sieht in der zuletzt im September vom Europaparlament verabschiedeten Fassung vor, dass sich Online-Plattformen Lizenzen von Rechteinhabern sichern müssen – und für Urheberrechtsverletzungen von Nutzern haften. Obwohl Upload-Filter nicht ausdrücklich erwähnt werden, halten Kritiker sie für eine wahrscheinliche technische Lösung für die neuen Vorgaben. Wojcicki warnte, “der Vorschlag könnte Plattformen wie YouTube zwingen, nur Inhalte von einer Handvoll großer Unternehmen zuzulassen”. Die Neuregelung könne das Internet, wie man es heute kennt, “drastisch verändern”.

Von: APA/dpa

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2 Kommentare auf "EU kontert YouTube-Chefin nach Kritik an Copyright-Reform"


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l OneManArmy l
l OneManArmy l
Superredner
13 Tage 23 Min

reine panikmache seitens YT.
Sie wollen einfach keine Rechte bezahlen wie sie es jetzt schon bei der GEMA machen müssen, zum Beispiel.
Für kleine Youtuber, Streamer etc ändert sich absolut gar nichts.
Wissen2Go hat davon ein Video gemacht wo alles sachlich erklärt wird, im Gegensatz zu den halbstarken „Newschannel“ wie LeFloid und co.

TheWitcher
TheWitcher
Grünschnabel
12 Tage 23 h

LeFloid ist sowieso nicht objektiv sondern einfach nur seine Meinung.

Aber das Gesetz bleibt Bullshit.
Panikmache? Komischweise sagt ein großer Anwaltschannel der das Gesetz in dieser Form begutachtet as gleiche.

Es ist technisch nicht unsetzbar und gesetzlich einfach nur schlecht geregelt. Idee gut, Umsetzung sehr schlecht.

Haupsache der Axel Springer Verlag bekommt eein Geld obwohl er nicht mal weiß welche Auswirkungen dieses Gesetz hat. Siehe dazu sein Interview wo er damit konfrontiert wird.

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