Derzeit läuft die Bio-Karottenernte.

EU-Länder wollen Bio-Landwirtschaft ausbauen

Montag, 19. Juli 2021 | 18:56 Uhr

Grüner und tierfreundlicher soll die Agrar wirtschaft der Zukunft werden: Die EU-Länder wollen einen deutlichen Ausbau der Bio-Landwirtschaft vorantreiben. Die zuständigen Ministerien der EU-Länder einigten sich am Montag auf Schlussfolgerungen, die unter anderem vorsehen, dass bis 2030 ein Viertel der Agrarfläche in der EU für Bio-Landwirtschaft genutzt werden soll.

Einen entsprechenden Aktionsplan mit diesem Ziel hatte die EU-Kommission bereits im Frühjahr vorgeschlagen, die EU-Länder haben diesen nun offiziell begrüßt. Am Abend wollten sich die Staaten zudem über gleich drei Initiativen für mehr Tierwohl austauschen. Dabei ging es um Käfighaltung, Putenmast und das sogenannte Kükenschreddern.

Österreich übererfüllt bereits das vorgegebene Ziel mit einem Anteil von 26 Prozent. Schlusslichter sind Daten der Statistikbehörde Eurostat von 2019 zufolge Malta (0,5 Prozent) gefolgt von Irland (1,6 Prozent) und Bulgarien (2,3 Prozent). Deutschland lag damals mit 7,7 Prozent im unteren Mittelfeld.

Für Deutschland bedeuten die Beschlüsse zur Bio-Landwirtschaft, dass die nationalen Ziele noch einmal nachgebessert werden müssten. Erklärtes Ziel der deutschen Bundesregierung ist, dass bis 2030 20 Prozent der Agrar-Fläche nach Bio-Standards bewirtschaftet wird. Ganz so deutlich wurde dies am Montag jedoch nicht gesagt, es hieß nur, dass sich “zusätzliche Impulse” für den nationalen Aktionsplan ergäben. Dabei wurde auch angesprochen, wie der Ausbau gelingen könnte.

Sie sehe etwa großes Potenzial in Bereichen wie Kitas, Schulen Krankenhäuser, sagte Staatssekretärin Beate Kasch, die die deutsche Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) bei dem Ministertreffen vertrat. Dort könnten mehr Bio-Produkte verwendet werden.

Aktuellen Zahlen des deutschen Landwirtschaftsministeriums zufolge lag der Anteil der Bio-Landwirtschaft – gemessen an der Fläche – im vergangenen Jahr bei 10,3 Prozent, Ende 2019 bei 9,7. Derzeit bestehen in den EU-Ländern große Unterschiede, was den Anteil der Bio-Landwirtschaftsfläche betrifft.

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski zeigte sich angesichts der Teilnahme von US-Agrarminister Tom Vilsack zudem erfreut darüber, dass die USA nun mit Blick auf die Bio-Landwirtschaft ähnliche Ansätze wie Europa verfolgten.

Am Abend sollte zudem über eine gemeinsame Initiative von Frankreich und Deutschland gesprochen werden, die ein EU-weites Verbot des Tötens männlicher Küken vorsieht. Beide Länder fordern die EU-Kommission dazu auf, dieses einzuleiten.

Von: APA/dpa

Kommentare

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9 Kommentare auf "EU-Länder wollen Bio-Landwirtschaft ausbauen"


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Mr.X
Mr.X
Tratscher
16 Tage 7 h

Bio isch vor ollem guat fürs gonze Ungeziefer. Werd no a Hetz wern in die nächsten Johre wennmr ins vor lauter Insekten nimmer drwehren.

Roby74
Roby74
Superredner
16 Tage 5 h

@Mr.X
Wenn die Insekten net warn….wer tat nor die meisten Pflonzen bestäuben???🤔
Du mitn Federbüschel wie teilweise in monche chinesischen Provinzen,wo ols schun toatgspritzt gwortn isch???🙄🤦🏼‍♂️Semm seim Feldorbeiter dei in gonzenTog Pollen an Pflonzen(teilweise a Äpflbaam)onbringen,damit sie ibrhaupt Früchte trogn!!!🤢🤮Scheint Dir sell natürlich???????

Roby74
Roby74
Superredner
15 Tage 21 h

AN ALLE DIE 👎🏻MINUS-DRÜCKER ZU DIESEM THEMA:
ohne Insekten als Bestäuber würde es mit Gemüse,Früchte,Obst und sonstige pflanzliche Nahrungsmitteln für den Menschen,traurig,mager und seeeehr düster ausschauen☝🏼!Denkt mal bitte darüber nach welche Funktionen diese “Tierchen”in der Natur haben…..😉

Sag mal
Sag mal
Kinig
15 Tage 11 h

Mr.x dass ist jetzt nicht Dein Ernst,oder doch😇🤣

marher
marher
Universalgelehrter
16 Tage 9 h

Bio ist eine Augenauswascherei, das sieht man bei den Preisen. Gefragt ist mehr Freiland Obst, Gemüse und Eier, direkt vom Hof.

Roby74
Roby74
Superredner
15 Tage 21 h

@marher
👍🏻Genau!Und oft ist vieles nicht mal BIO,auch wenn es als solches den Leuten verkauft wird.🤢🤮

DontbealooserbeaSchmuser
16 Tage 5 h

Und wieder die EU, die den Leuten vorschreibt was sie zu tun haben.

Warum kann soch der Markt nicht selbst regulieren? Die Gesetze zum Tierwohl gelten übrigens für alle landwirtschaftlichen Betriebe.

Aber hauptsache alle durch Förderungen und Verbote dorthin zu drängen, wo sich einige Profit versprechen.

Mr.X
Mr.X
Tratscher
16 Tage 3 h

Bienen isch oans. Af die hem war logisch zu schaugn. Ober de wos sich brutal vermehren sein aktuell jene, wos koan Mensch braucht und hem war awian a Gift koan Fahler.

Offline
Offline
Kinig
15 Tage 11 h

Viele, nein eigentlich Alle !!, der für den Menschen meistens lästigen “Nervensägen” 🪰🦟 sind Nützlinge und Nahrung für eine Vielzahl wichtiger Tiere. Leider unterscheiden die verwendeten Pestizide nicht zwischen für den Menschen guten Insekten, wie 🐝🐜🐞etc. und gerade eben diesen, meist nachtaktiven, Nervensägen…

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