Die Marke Fiat Chrysler ist betroffen

EU leitet wegen Abgas-Affäre Verfahren gegen Italien ein

Mittwoch, 17. Mai 2017 | 16:05 Uhr

Die EU-Kommission hat in der Affäre um manipulierte Abgaswerte auch ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Italien eingeleitet. Die italienischen Behörden hätten die EU-Vorschriften für die Genehmigung von Fahrzeugtypen des Autobauers Fiat Chrysler nicht eingehalten, erklärte die Kommission am Mittwoch in Brüssel.

Sie forderte Italien auf, sich zu Bedenken zu äußern, wonach auf die von Fiat Chrysler “eingesetzten Emissionsminderungsstrategien unzureichend reagiert worden sei”.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Brüssel bereits ähnliche Verfahren gegen Deutschland und sechs weitere EU-Staaten eröffnet. Der Vorwurf lautete dabei, dass die Länder entweder keine Sanktionssysteme für Verstöße der Autobauer eingerichtet haben oder diese nicht anwendeten. Deutschland und Großbritannien wurde zudem vorgeworfen sich geweigert zu haben, der Kommission alle ihre Erkenntnisse aus nationalen Untersuchungen bei VW und anderen Herstellern offenzulegen.

Das Verkehrsministerium in Berlin hatte im September seinerseits in einem Schreiben an die EU-Kommission auf die Existenz illegaler Software zur Abschaltung der Abgasreinigung bei Fiat-Fahrzeugen verwiesen. Grundlage war der Test von vier Autos durch das Kraftfahrtbundesamt: zwei Fiat 500x, ein Jeep Renegade und ein Fiat Doblo.

Durch die festgestellte Abschaltung steigt nach den deutschen Angaben der Ausstoß an Stickoxiden auf das 9- bis 15-Fache des Grenzwerts. Die italienische Zulassungsbehörde sieht nach eigenen Tests jedoch keinen Verstoß. Ein Schlichtungsverfahren der EU-Kommission zwischen Italien und Deutschland brachte keine Ergebnisse.

Wegen der Abgasaffären forderte Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska die Mitgliedstaaten und das Europaparlament auf, die Kompetenzen der EU wie von ihrer Behörde gefordert auszuweiten. “Die Fahrzeughersteller haben die Emissionsprüfungen lax gehandhabt”, erklärte Bienkowska. “Einige haben sogar gegen Gesetze verstoßen.” Dies zeige, dass die Zuständigkeit für Durchsetzung von Rechtsvorschriften und Bestrafung “nicht mehr nur den einzelnen Mitgliedstaaten überlassen werden.”

Von: APA/ag.

Kommentare

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12 Kommentare auf "EU leitet wegen Abgas-Affäre Verfahren gegen Italien ein"


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Karl
Karl
Tratscher
12 Tage 16 h

Glaubt wirklich Jemand ernsthaft daran, dass nur VW “getrixt” hat. 😄

santina
santina
Superredner
12 Tage 5 h

@Karl

Fundieren Sie Ihre Behauptung

santina
santina
Superredner
12 Tage 2 h

@Karl

Etwas anderes ist bis jetzt noch nicht belegt!
Der kriminelle Beschiss von VW ist der größte Betrug in der Automobilgeschichte.

matthias_k
matthias_k
Universalgelehrter
11 Tage 23 h
@santina  ma komm schon santina, langsam wirds wirklich lächerlich … DU höchstpersönlich nimmst jedes Wörtchen, das mit VW zu tun hat auf die Goldwaage und interpretierst es so, dass es dir ja in den Kram passt …. Und jetzt forderst du von anderen Beweise, dai dai …  Du weißt so gut wie Karl, ich und alle anderen,  dass so eine Verfahrens-Einleitung fundierte Gründe haben muss, also tu jetzt nicht so als ob Fiat ein Unschuldslamm wäre.  Da gehts doch nur darum dass du dich die letzten Monate in einen Anti-VW-Rausch geredet hast und die deutsche Industrie so in den Dreck… Weiterlesen »
Tabernakel
11 Tage 23 h
Dublin
Dublin
Universalgelehrter
12 Tage 17 h

…oh je, miss Fiat…😓

santina
santina
Superredner
12 Tage 9 Min

@Dublin

ses
ses
Neuling
12 Tage 5 h

santina wir höhren nichts.
bische zi mammi zi weinen????

ThunderAndr
ThunderAndr
Universalgelehrter
12 Tage 1 h

Tricksen tun sie alle, nur erwischen lassen sich nicht alle.

Man sollte auch gegen die unrealistischen Verbrauchswerte aus der Werbung vorgehen die man unter normalen Umständen nie erreichen kann!

krakatau
krakatau
Superredner
11 Tage 23 h

Ich finde die ganze Diskussion lächerlich. Es geht der EU und den Amis nur ums Geld und nicht um die Umwelt (Emissionshandel und Strafen) . Elektroautos wie sie von der Politik favorisiert werden sind auch nicht Abgasfrei. In Deutschland wird 54 %, in England 62 % des Stroms mit Kohle und Erdöl produziert. Die Abgase kommen also nicht mehr durch den Auspuff sondern aus dem Kamin eines Kraftwerkes – und das in konzentrierter Form.

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