Digitale Inhalte fallen vorerst nicht unter die neuen Regeln

EU-Parlament will Geoblocking bei Online-Shopping abschaffen

Dienstag, 06. Februar 2018 | 06:30 Uhr

Das EU-Parlament will Online-Shopping ohne Grenzen in der Europäischen Union haben. Entsprechende neue Regeln für ein Verbot des ungerechtfertigten Geoblockings sollen am Dienstag in Straßburg mehrheitlich beschlossen werden.

Danach können Verbraucher selbst wählen, auf welcher Website sie Waren oder Dienstleistungen kaufen, ohne dass sie aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit, ihres Wohnsitzes oder ihres vorübergehenden Aufenthaltsorts blockiert oder automatisch auf eine andere Website umgeleitet werden. Händler müssen demnach Online-Käufer aus einem anderen EU-Land genauso behandeln wie einheimische Kunden.

Bereits Ende November 2017 hatten sich Parlament und Rat vorläufig geeinigt. Die neuen Vorschriften treten neun Monate nach Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft.

Konkret bedeutet die Einigung, dass Konsumenten neue elektronische Güter, das Mieten eines Autos oder der Kauf von Konzertkarten grenzüberschreitend möglich ist, so als ob man es im eigenen Land macht. Es werde damit keine Hürden geben, wie die Aufforderung mit einer in einem anderen Land ausgestellten Kreditkarte zu bezahlen. Für Geschäftsleute bringe die neue Regelung auch ein Mehr an Sicherheit über die Grenzen hinweg.

Digital urheberrechtlich geschützte Inhalte wie E-Books, Musik oder Online-Spiele fallen vorerst nicht unter die neuen Regeln. Allerdings soll die EU-Kommission innerhalb von zwei Jahren prüfen, ob das Verbot von Geoblocking auf solche Inhalte ausgeweitet werden sollte. Auch audiovisuelle und Transportdienstleistungen sind vorerst vom Anwendungsbereich ausgenommen.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

5 Kommentare auf "EU-Parlament will Geoblocking bei Online-Shopping abschaffen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
ITler
ITler
Grünschnabel
12 Tage 17 h

Beim Online-Kauf ist die Regelung ja relativ egal weil es dort die extremen Versandkosten gibt was es uninteressanter macht (und viele Shops bieten es ja eh bereits an).
Wichtiger wäre es endlich mal das Geoblocking bei Video-Streaming zu verbieten sodass wir auch auf die deuschsprachigen Angebot von Netflix, Amazon und Co zugriff bekommen.

denkbar
denkbar
Kinig
12 Tage 17 h

@ITler – Ich bin da ganz Ihrer Meinung. Finde es z.B. unmöglich, wenn bei zdf oder ard, Film für den gesamten deutschen Raum freigeschalten sind und nur Südtirol da ausgenommen ist. Das ist doch Quatsch!

Bazi
Bazi
Neuling
12 Tage 15 h

@denkbar des hobmer derRAS zu verdonkn!

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
12 Tage 15 h
Dazu ist es notwendig, das Lizenzrecht europaweit zu vergeben und nicht pro Staat. Und dagegen werden sich vor allem Sportveranstalter wehren, welche die Senderechte pro Staat teuer verkaufen wollen. Die Musikindustrie wird davon auch nicht begeistert sein. Bei Amazon werden mp3-Lizenzen auf ein und dem selben Konto pro Staat gespeichert. Bei einem Umzug werden sie von einem Speicherpunkt an den anderen verschoben – sofern möglich. Nicht in jedem Staat hat Amazon die gleichen Lizenzrechte. Bei einer – geliefert von Amazon.de – hab ich schon gesehen, dass für Kunden aus Deutschland keine mp3-Version davon angeboten wurde, für Kunden aus Italien hingegen… Weiterlesen »
GTH
GTH
Grünschnabel
12 Tage 13 h

des kosch ober leicht mit vpn line leicht umgian

wpDiscuz