Heimische Industrie soll vor Billigimporten geschützt werden

EU-Strafzölle auf chinesisches Stahl nicht gerechtfertigt

Samstag, 30. Juli 2016 | 09:28 Uhr

China hat die neuen EU-Strafzölle auf Stahl kritisiert. Diese stellten einen “ungerechtfertigten Schutz der EU-Stahlindustrie” dar, zitierte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag das Handelsministerium. Die Strafzölle seien um umso bedauerlicher, da sich erst vor wenigen Wochen die Finanzminister der G20 in Shanghai für den Abbau von Protektionismus ausgesprochen hätten.

Die EU-Kommission hatte am Freitag ihre Strafzölle auf ein Stahlprodukt aus China ausgeweitet. Die höheren Einfuhrgebühren betreffen Bewehrungsstäbe, die im Baugewerbe verwendet werden und den Standards in Großbritannien und Irland entsprechen. Die im Jänner vorläufig verhängten Zölle seien damit nun offiziell festgelegt.

Die EU-Kommission reagierte auf Beschwerden der europäischen Stahlindustrie. Die EU-Behörde hat bereits gegen eine Reihe von Stahlprodukten aus der Volksrepublik höhere Einfuhrgebühren verhängt, um die heimische Industrie vor Billigimporten zu schützen.

Von: APA/ag.