Europäische Stahl-Industrie soll geschützt werden

EU verhängt Strafzölle gegen Billig-Stahlimporte

Freitag, 06. Oktober 2017 | 11:52 Uhr

Zur Abwehr von Billigimporten aus Brasilien, Russland, der Ukraine und dem Iran hat die EU weitere Strafzölle verhängt. Auf bestimmte warmgewalzte Eisen- und Stahlerzeugnisse müssen Importeure ab sofort Aufschläge von bis zu 96,50 Euro pro Tonne zahlen, teilte die EU-Kommission am Freitag mit.

Die betroffenen Produkte würden unter anderem zur Herstellung von Stahlrohren und im Schiff- und Autobau verwendet, heißt es in der entsprechenden Verordnung. Die Aufschläge sollen ausländische Waren teurer machen und so in Europa produzierende Hersteller wie ThyssenKrupp, Tata Steel und ArcelorMittal vor unlauterer Konkurrenz schützen.

Die Maßnahme ergänzt eine ganze Reihe anderer Antidumpingzölle, die sich vor allem gegen Stahlerzeugnisse aus China richten. Die Volksrepublik drückt mit billigem Stahl die Weltmarktpreise, was europäische Firmen unter Druck setzt. Um sich gegen den harten Wettbewerb zu rüsten, hatten zuletzt ThyssenKrupp und Tata die Fusion ihrer europäischen Stahlsparten verkündet.

Gezahlt werden müssen die Zölle von Unternehmen, die die betroffenen Waren nach Europa importieren. Die Einnahmen fließen in den EU-Haushalt.

Von: APA/dpa

Kommentare

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2 Kommentare auf "EU verhängt Strafzölle gegen Billig-Stahlimporte"


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wolke5
wolke5
Superredner
13 Tage 4 h

Das ist auch gut so,denn es ist nicht in Ordnung immer nur auf Billigländer zurückzugreifen.

wolke5
wolke5
Superredner
13 Tage 4 h

Das ist gut so, es geht nicht an,daß immer nur auf Billigländer ausgewichen wird um dann zu jammern ,wenn heimische Firmen ins Ausland abwandern, weil sie dort billiger produzieren können. Was wollen wir eigentlich? Qualität oder Ramsch?

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