Der Euro ist nach dem Dollar die wichtigste Währung der Welt

Euro blieb in Coronakrise zweitwichtigste Währung

Mittwoch, 02. Juni 2021 | 14:21 Uhr

Der Euro hat während der Coronakrise seinen Status als weltweit zweitwichtigste Reservewährung trotz Einbußen behauptet. Ende 2020 besaß die Gemeinschaftswährung einen weltweiten Anteil von 21,2 Prozent – ein Rückgang von 0,7 Prozentpunkten binnen Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch mitteilte. Die global führende Reservewährung blieb auch im vergangenen Jahr unangefochten der Dollar mit einem globalen Anteil von rund 59 Prozent.

Die globale Stellung des Euro habe sich trotz des Schocks der Pandemie anders als während der Euro-Staatschuldenkrise als relativ belastbar erwiesen, erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Die weltweite Attraktivität der Gemeinschaftswährung sei aber weiterhin eher niedrig geblieben. Dies lege nahe, “dass nur weitere resolute Schritte der Politik und Reformanstrengungen dem Euro ermöglichen würden, sein globales Potenzial auszuschöpfen,” führte sie aus.

Auch die Einführung eines digitalen Euro könnte aus Sicht der EZB einen Schub geben. Zwar hänge die weltweite Attraktivität von Währungen vor allem von fundamentalen Wirtschaftsfaktoren ab – daran ändere auch die Digitalisierung voraussichtlich nichts, erklärte die Notenbank. Aber die für digitale Bezahlweisen wichtigen Merkmale wie geringe Kosten, Bündelungseffekte und Sicherheit könnten die internationale Akzeptanz einer Währung fördern. Laut EZB kommt es dabei vor allem auf die konkrete Ausgestaltung der digitalen Währung an. Die Notenbank will um die Jahresmitte herum entscheiden, ob sie einem Projekt für einen digitalen Euro grünes Licht gibt.

Experten gehen davon, dass insbesondere Fortschritte bei der Vertiefung der Währungsgemeinschaft dazu führen könnten, dass der Euro ein noch stärkeres internationales Gewicht erhält. Dazu zählen sie unter anderem die Vollendung der Bankenunion und eine deutlich engere Verzahnung der Kapitalmärkte in Europa. Zudem verfügt der Euroraum bisher über keine gemeinsamen Staatsanleihen. Viele Länder, wie etwa Deutschland, lehnen beispielsweise sogenannte Eurobonds ab.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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9 Kommentare auf "Euro blieb in Coronakrise zweitwichtigste Währung"


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sophie
sophie
Universalgelehrter
13 Tage 23 h

Ok, aber die zweitwichtigste Währung der Welt wird im Portmoney immer weniger🤔🧐

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Universalgelehrter
13 Tage 22 h

Wenn du nichts ausgibt, bleibt im Portemonnaie alles beim “Alten” 😉

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
13 Tage 16 h

@Offline …aber ohne Moos,
nix los…
🤪

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Universalgelehrter
13 Tage 4 h

@Doolin..und ohne Zaster keine Laster…..

quilombo
quilombo
Tratscher
13 Tage 15 h

dem Euro wurde schon mehrmals in seiner Geschichte die Gelegenheit den Dollar zu überflügeln, auf dem goldenen Teller präsentiert. Aber jedesmal schreckten die europäischen Regierungen vor diesem Schritt zurück, weil Onkel Sam drohend den Zeigefinger erhob. Diese Unterwürfigkeit ist zum k…..

Tigre.di.montana
13 Tage 7 h
@Quilombo: Es gab über Jahre die Situation dass die DM szetig gegenüber dem Dollar an Wert zunahm. Genau das war den USA recht, weil ihren Industriebetrieben der Export leichter war. Die europäischen Nachbarländer haben damals ja ein Ende der DM gewünscht, weil sie zuvor, freiwillig, Schulden bei niedrigen Zinsen aufgenommen hatten, aber dann bei steigenden DM-Wechselkurs nicht mehr billig tilgen konnten. Länder wie Griechenland hatten, ohne Zutun Deutschlands, mit der massenweisen Schaffung von Arbeitsplätzen von Staatsangestellten, nach den jeweiligen Wahlsiegen, für ihre Anhänger, den Staatshaushalt so überlastet dass sie Auslandsanleihen in DM ausgaben, weil niemand ihre Staatsanleihen in der inflationären… Weiterlesen »
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Universalgelehrter
13 Tage 4 h

@Tigre.di.montana..👍ob er/sie/es das wirklich versteht ? Übrigens, die 🇨🇭 Fränkli sind relativ stabil 😉

hundeseele
hundeseele
Superredner
13 Tage 19 h

…das hilft wenig,wenn die meisten keine Arbeit und somit keinen Euro mehr in der Tasche hat….

hobbyrebell
hobbyrebell
Grünschnabel
13 Tage 20 h

solange er noch existiert

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