Grexit für Dijsselbloem vom Tisch

Eurogruppenchef sieht Griechenland auf gutem Kurs

Sonntag, 01. Oktober 2017 | 12:21 Uhr

Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem sieht Griechenland auf einem guten Kurs und rät dazu, jetzt vor allem für Stabilität zu sorgen, um Investoren zu locken. Es sei wichtig, die aktuellen Kontrollen der Gläubiger zu den laufenden Reformen wie vorgesehen bis zum Jahresende abzuschließen, sagte Dijsselbloem im Gespräch mit der Athener Zeitung “Kathimerini”.

“Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Nur geht es jetzt nicht mehr so sehr darum, noch weitere Maßnahmen zu verabschieden, als vielmehr darum, die beschlossenen Reformen auch umzusetzen.” Das Thema Grexit sei derzeit jedenfalls vom Tisch, sagte Dijsselbloem. Und das werde auch so bleiben, wenn Griechenland es schaffe, bis zum kommenden Sommer auf eigenen Beinen zu stehen.

Dass die deutsche Bundestagswahl Einfluss auf die Zukunft des Landes habe, glaubt der Eurogruppenchef nicht – auch wenn Wolfgang Schäuble nicht mehr Finanzminister wird. Gleichzeitig schließt Dijsselbloem weitere Schuldenerleichterungen, wie der IWF sie fordert, nicht aus. “Griechenland muss seine Schulden bedienen, aber wir sind auch bereit, zu handeln, wenn es nötig sein sollte.”

In der Zwischenzeit gehe es jetzt vor allem darum, für politische Stabilität zu sorgen. Mit Blick auf die vorgezogenen Neuwahlen in Griechenland Anfang 2015 sagte Dijsselbloem, dadurch seien die internationalen Hilfsbemühungen über den Haufen geworfen worden. Dies dürfe sich nicht wiederholen.

Im Sommer 2018 läuft das dritte internationale Hilfsprogramm für das notorisch pleitebedrohte Land ab – bis dahin steht Griechenland weiter unter Beobachtung des europäischen Rettungsschirms ESM, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds. Ziel ist es, dass Griechenland sich anschließend ohne Hilfe der EU-Partner am Finanzmarkt wieder Geld zu akzeptablen Bedingungen leihen kann.

Von: APA/dpa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Eurogruppenchef sieht Griechenland auf gutem Kurs"


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werner66
werner66
Tratscher
20 Tage 9 h

Die Griechen sind uns Italienern nur ein paar Jahre voraus. Der Raubzug internationaler Konzerne, die sich alles verwertbare in Griechenland zu Spottpreisen kaufen, ist bald abgeschlossen.
Selbstverständlich gibt es keine Anklagen gegen gegen deutsche, französische und italienische Großkonzerne, die mit ihren unerhörten Bestechungsgeldern diesen Bankrott mit zu verantworten haben. Allein Siemens hat eine halbe Milliarde! an Schmiergeldern gezahlt….
Und die Bevölkerung muss jetzt dafür bezahlen.

http://www.griechenland-blog.gr/2017/09/griechenlands-eisenbahn-gehoert-nun-italien/2140597/

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
20 Tage 7 h

…es hilft nur OUZO… 😃

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