"Neue Aufklärung" Generalthema - Juncker zur Eröffnung von erweitertemKongresszentrum erwartet

Europäisches Forum Alpbach 2016: EU und Menschenrechte im Fokus

Montag, 01. August 2016 | 10:35 Uhr

Die Zukunft der EU, Menschenrechtsfragen und das Thema Digitalisierung sind heuer Schwerpunkte des Europäischen Forums Alpbach, das am 17. August mit der Seminarwoche beginnt. Das Generalthema der bis 2. September dauernden Veranstaltungen, die unter anderem im neu erweiterten Kongresszentrum über die Bühne gehen werden, ist “Neue Aufklärung”.

Intensiv diskutiert werden soll in Alpbach beispielsweise über die künftige Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union. Dazu wird unter anderen die Sonderberaterin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini, Nathalie Tocci, erwartet. Das Thema Menschenrechte soll sowohl bei den Politischen Gesprächen als auch bei den Rechtsgesprächen im Fokus stehen, die heuer zeitgleich stattfinden.

Einen breiten Raum werden im 71. Jahr des Bestehens des Forums auch Digitalisierungsthemen einnehmen, wie Forums-Präsident Franz Fischler im Vorfeld gegenüber der APA sagte. Als weiteren inhaltlichen Schwerpunkt nannte Fischler “die Frage der Innovationen im Zusammenhang mit Demokratie”, wohin sich diese weiterentwickeln und wie Subsidiarität funktionieren könnte.

Das “globale Thema in diesem Jahr” sei die Frage der Umsetzung der im Vorjahr von der UNO beschlossenen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals/SDGs). Dazu soll es unter anderem im Rahmen der Politischen Gespräche eine Podiumsdiskussion mit dem früheren Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, und dem US-Ökonomen Jeffrey D. Sachs geben.

Ein Highlight sei für ihn auch die Eröffnung des neuen Kongresszentrums, sagte Fischler – “eines der modernsten und leistungsfähigsten Kongresshäuser Europas”, das auch die Möglichkeit bieten werde, “mit neuen Formaten zu operieren und vor allem den Diskurs in Alpbach noch stärker zu fördern”. Es soll am 21. August im Rahmen der Tiroltage offiziell in Betrieb genommen werden. Zu dieser Veranstaltung werde auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kommen.

Das neue Veranstaltungszentrum solle dann in der Folge nicht nur für Kongresse zur Verfügung stehen, sondern auch “ein intellektuelles Zentrum sein für die Europaregion Tirol”, wo regelmäßig Events der Regionen Tirol, Südtirol und Trentino stattfinden sollen. Die Veranstaltungsfläche werde in etwa doppelt so groß sein wie bisher.

Auch heuer ist die Liste der in Alpbach erwarteten Redner und Referenten hochrangig: Angekündigt sind neben Juncker unter anderen EU-Digitalkommissar Günther Oettinger, der Präsident der Europäischen Gerichtshofs, Koen Lenaerts, der Direktor der EU-Grundrechteagentur (FRA), Michael O’Flaherty, der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin, der italienische Staatssekretär für Europafragen, Sandro Gozi, der deutsche Europa-Staatsminister Michael Roth und der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis. Auch zahlreiche österreichische Minister haben ihre Teilnahme zugesagt.

Insgesamt werden laut den Veranstaltern mehr als 700 Referenten und Moderatoren in Alpbach erwartet, ebenso wie etwa 700 Stipendiaten. In Summe dürften es rund 5.000 Teilnehmer werden.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz