Die Neuzulassungen sind im Sommer deutlich gesunken.

Europas Automarkt erleidet im Hochsommer Rückschlag

Donnerstag, 16. September 2021 | 08:23 Uhr

Der europäische Automarkt hat im Juli und August einen Rückschlag verzeichnet. Die Neuzulassungen in den Ländern der Europäischen Union sanken in den beiden Monaten, nachdem sie zuvor vier Monate in Folge noch zugelegt hatten, wie aus Daten des Herstellerverbandes ACEA vom Donnerstag hervorgeht. Im Juli lag das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 23,2 Prozent, im August wurden 19,1 Prozent weniger Autos neu zugelassen als im Vorjahresmonat.

In Österreich ging die Zahl der Neuzulassungen im Juli laut ACEA um 19,7 Prozent auf 19.902 und im August um 15,2 Prozent auf 17.719 zurück. Von Jänner bis August zusammengerechnet stiegen die Zulassungszahlen hierzulande hingegen um 8,5 Prozent auf 172.017.

Alle vier großen Märkte Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien verzeichneten einen Rückgang um einen zweistelligen Prozentsatz im Juli und August. Dennoch bleibt damit für die ersten acht Monate des laufenden Jahres ein Plus von 11,2 Prozent. Insgesamt wurden 6,8 Millionen neue Autos zugelassen. Besonders stark fiel der Anstieg in Italien mit gut 30 Prozent aus, gefolgt von Frankreich mit 12,8 Prozent und Spanien mit 12,1 Prozent. In Deutschland wurden 2,5 Prozent mehr Autos zugelassen als in den ersten acht Monaten 2020.

Von den Herstellern stand in den ersten acht Monaten Volkswagen mit 1,8 Millionen Autos an der Spitze, das entspricht einem Absatzplus von 12,7 Prozent. Stellantis mit Marken wie Peugeot, Fiat oder Opel folgte mit 1,5 Millionen Autos und einem Plus von 14,4 Prozent. Von den übrigen europäischen Automarken schaffte BMW ein Absatzplus von 15 Prozent, Daimler immerhin noch plus 0,6 Prozent. Renault verkaufte dagegen 4,1 Prozent weniger Autos als vor Jahresfrist. Die Autobranche weltweit leidet derzeit an einem massiven Halbleitermangel und musste deswegen die Produktion drosseln.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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6 Kommentare auf "Europas Automarkt erleidet im Hochsommer Rückschlag"


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Doolin
Doolin
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

…weniger ist mehr…

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Wen wunderts????

Frank
Frank
Superredner
1 Monat 4 Tage
Bemerkenswert finde ich den Zuwachs für Januar bis August 2021 von 30% in Italien gegenüber “nur” 2,5% im “Autoland” Deutschland. Was in dem Bericht fehlt, ist der Fakt, daß wegen der aktuellen Verfügbarkeitskrise bei Chips und anderen Komponenten teilweise nicht produziert werden kann und damit ein Teil des Rückgangs begründbar ist. Das verschweigt man lieber, da es ja selbst verschuldet ist. Der ADAC hat die Zuwächse im ersten Halbjahr auch ganz gut erklärt, Viele Bürger Europas vertrauen in der Pandemie eben eher auf das eigenen Auto als auf volle Flieger, Züge, Busse, … Unter dem Strich jammert der Herstellerverband allerdings… Weiterlesen »
Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 4 Tage

Wieso verschwigen, darüber wurde doch schon wiederholt berichtet.

PuggaNagga
1 Monat 4 Tage

Wer hat nach den Lockdowns noch Geld für Auto?
Wer hat Lust 10-18 Monate auf ein Neufahrzeug zu warten? Unverbindliche zusage auch noch!
Die wenigsten.
Ich habe deshalb bei Bekanntgabe des Liefertermins bei der Bestellung dankend abgelehnt. Da warte ich auf das neue Nachfolge Modell. Einige Extras waren eh nicht lieferbar, Anhängerkupplung und Panoramadach dauert ewig. Assistenzsysteme Verzögern massiv die Lieferzeit.

Rabe
Rabe
Tratscher
1 Monat 4 Tage

isch koan Wunder bei diesen Manipulationen “Diesel usw. ” welches Auto sollte man kaufen bei dieser Inflation =Gehälter

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