Hashtags sind bei US-Softwarefirma offenbar nicht gern gesehen

Exodus bei US-Firma nach Verbot politischer Gespräche

Samstag, 01. Mai 2021 | 16:27 Uhr

Nach einem Verbot politischer Gespräche am Arbeitsplatz hat rund ein Drittel der Belegschaft eines US-Softwarkonzerns die Kündigung eingereicht. Die Kündigungswelle setzte ein, nachdem der Chef von Basecamp, Jason Fried, am Montag in einem Blogbeitrag neue Unternehmensrichtlinien verkündet hatte. Dazu zählte ein Verbot “gesellschaftlicher und politischer Diskussionen auf unserem Unternehmensaccount”.

Zudem sollten “bevormundende” Mitarbeiterboni wie Zuschüsse für Fitnessstudios oder Fortbildung, eingestellt werden, kündigte Fried an. Laut einer Erhebung verkündeten daraufhin rund 20 der 57 Basecamp-Mitarbeiter im Onlinedienst Twitter ihre Kündigung. Unter ihnen waren der Chef der Designabteilung, der Marketingchef und die Leiterin des Kundendienstes.

Unternehmenschef Fried hatte das Politik-Verbot damit begründet, politische Diskussionen hätten sich in jüngster Zeit zu einer “großen Ablenkung” von der Arbeit entwickelt: “Wir müssen keine tief greifenden gesellschaftlichen Probleme lösen, wir machen Software.”

In den USA laufen seit Monaten erhitzte Debatten etwa über die Themen Rassismus, die Präsidentschaftswahl im vergangenen November oder die Rechte von Transgender.

Von: APA/AFP

Kommentare

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3 Kommentare auf "Exodus bei US-Firma nach Verbot politischer Gespräche"


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PuggaNagga
6 Tage 15 h

Recht hat er! Politisches Geschwätz zerstört die Effizienz bzw. Produktivität und bringt nur Streit unter den Mitarbeitern. Bringen tut das Getratsche sowieso nichts.
Überhaupt gehören private Probleme oder Anliegen nicht am Arbeitsplatz. Das soll in den Pausen geklärt werden.
Nicht falsch verstehen, es gibt Tätigkeiten bei denen Gequatscht werden kann ohne die Leistung zu beeinträchtigen, Programmieren oder sonstige Aufgaben bei denen man sich Konzentrieren muss gehören definitiv nicht dazu. Ich weiß wovon ich spreche, die Größten Böcke in meiner beruflichen Laufbahn habe ich mit Ratschen geschossen.

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
6 Tage 2 h

Jetzt hat er dann genug Zeit, nicht zu diskutieren, wenn die klugen Köpfe und viele Mitarbeiter seiner Firma abhauen. Eine Firma ist nur so gut, wie seine Mitarbeiter oder das, was von ihnen übrig bleibt.

tom
tom
Universalgelehrter
5 Tage 14 h

Vielleicht waren da die größten Ratscher drunter

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