In Österreich lag die Inflationsrate im Mai bei 2,8 Prozent.

EZB-Direktorin erwartet keine übermäßig hohe Inflation

Sonntag, 11. Juli 2021 | 10:02 Uhr

Die Inflation im Euroraum wird aus Sicht von EZB-Direktorin Isabel Schnabel trotz eines zuletzt wieder stärkeren Preisauftriebs nicht aus dem Ruder laufen. Zwar sei die verhaltene Inflationsprognose der Europäischen Zentralbank (EZB) von 1,4 Prozent im Jahr 2023 mit Unsicherheit behaftet, sagte sie der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.

“Aber ich bin mir sicher, dass wir keine übermäßig hohe Inflation erleben werden”, fügte sie hinzu. Schnabel ist im sechsköpfigen Führungsgremium der EZB für den Bereich Marktoperationen zuständig und damit für die konkrete Umsetzung der Geldpolitik.

Die derzeitige Inflationsentwicklung mit einer relativ hohen Teuerung – etwa Deutschland und Österreich – sei pandemiebedingt und vorübergehend, sagte Schnabel. Ob sich der Preisanstieg verstetige, hänge wesentlich davon ab, ob auch die Löhne steigen und die Inflation dann verstärken. “Bislang sehen wir davon wenig – auch in Deutschland”, erläuterte sie. In Österreich lag die Inflationsrate im Mai bei 2,8 Prozent. Die Teuerung im Juni soll laut Schnellschätzung der Statistik Austria voraussichtlich 2,7 Prozent betragen.

Schnabel äußerte sich auch zum neuen, leicht angehobenen symmetrischen Inflationsziel der EZB, das nun auf zwei Prozent statt wie bisher auf unter, aber nahe zwei Prozent lautet. Der Anstieg sei zum einen minimal, sagte sie. “Zum anderen hat ein Ziel von zwei Prozent eine wichtige Funktion: Es schafft zusätzliche Spielräume, damit unsere Geldpolitik ihre stabilisierende Wirkung entfalten kann.” Die Währungshüter hatten am Donnerstag das Ergebnis ihrer 18 Monate währenden Strategieüberprüfung veröffentlicht.

Die EZB-Direktorin wies zudem darauf hin, dass die Phase der ultratiefen Zinsen nicht ewig anhalten wird. “Jeder Mitgliedstaat muss sich darüber im Klaren sein, dass die Zinsen nicht immer niedrig bleiben werden”, sagte Schnabel. Die Länder müssten die umfangreichen Corona-Hilfen so verwenden, dass sie wieder auf einen dauerhaften Wachstumspfad gelangen. “Das ist der beste Weg, mit den infolge der Pandemie gestiegenen Staatsschulden umzugehen.”

Von: APA/Reuters

Kommentare

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10 Kommentare auf "EZB-Direktorin erwartet keine übermäßig hohe Inflation"


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Doolin
Doolin
Universalgelehrter
16 Tage 8 h

…der Sprit ist aber ordentlich rauf gegangen…den zählen de gscheiden Statistiker net mit…
😢

Storch24
Storch24
Kinig
16 Tage 5 h

Nicht nur der Sprit, die ganzen Lebensmittel

NooName
NooName
Grünschnabel
15 Tage 21 h

der sprit war vor der pandemie noch höher….bei den lebensmitteln gebe ich dir recht

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
16 Tage 5 h

Teuerung von 2% ???….nur schon Baumaterialien (Holz, Eisen u.s.w.) angeblich 40 bis 80%. Rohstoffe ähnlich. Wo lebet diese Frau?? Aber mit ihrem Gehalt, scheiß egal.

meinungs.freiheit
meinungs.freiheit
Superredner
16 Tage 9 h

Das mag schon sein, aber Städte oder Gebiete die JEDES Jahr über den Preisanstieg der anderen liegen werden zu teuer.

So ist das
16 Tage 5 h

Na dann können wir ja alle beruhigt sein 😂😂😂

topgun
topgun
Tratscher
16 Tage 5 h

Dann war die Inflation-Anpassung, die nur unsere werten Politiker in Anspruch nehmen können, womöglich zu hoch? 🤔
Egal, her mit den Kröten…🐸🐸🐸

Offline
Offline
Kinig
16 Tage 2 h

..sagen Leute, die sich über die teilweise exorbitanten Preissteigerungen für Energie und notwendige !! Dinge des täglichen Lebens keine Gedanken machen müssen.

Savonarola
16 Tage 2 h

mit ihrem Gehalt sieht sie die Inflation nicht…

Jesus_Official
Jesus_Official
Tratscher
16 Tage 56 Min

Wer’s glaubt wird selig.

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