Neue Enthüllungen im Daten-Skandal

Facebook machte mit Partnerfirmen Daten-Sonderdeals

Samstag, 09. Juni 2018 | 12:37 Uhr

Facebook hat einigen Partnerfirmen weiter Zugang zu Daten von Freunden von Nutzern gewährt, auch nachdem solche Schnittstellen 2015 grundsätzlich dichtgemacht wurden. Das Online-Netzwerk bestätigte dem “Wall Street Journal”, dass einige Unternehmen “kurzzeitige” Verlängerungen bekommen hätten. Sonderdeals gab es dem Bericht zufolge etwa für die Royal Bank of Canada und den Autokonzern Nissan.

Facebook hatte bereits 2007 Software-Entwicklern Zugang zu einigen Informationen von Freunden eines Nutzers gewährt. Das beschleunigte das Wachstum des Online-Netzwerks und darauf aufgebauter Anwendungen – der Schritt machte letztlich auch den jüngsten Datenskandal um Cambridge Analytica erst möglich. Der Entwickler einer Umfrage-App konnte Daten von Millionen Facebook-Mitgliedern sammeln, obwohl nur rund 300.000 sich direkt an der Erhebung beteiligt hatten. Er reichte die Datensätze dann an die Datenanalysefirma weiter – widerrechtlich, wie Facebook betont.

Facebook schuf den freien Zugriff auf Daten von Freunden 2014 ab, mit einer Übergangsfrist bis Mai 2015. Zuletzt wurde zugleich bekannt, dass es auch danach noch zum Teil Schnittstellen mit Zugang zu Daten von Freunden für Smartphone-Anbieter gab. Facebook zufolge war das notwendig, um Facebook-Dienste auf den Geräten reibungslos laufen zu lassen.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "Facebook machte mit Partnerfirmen Daten-Sonderdeals"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
werner66
werner66
Superredner
13 Tage 9 h

Wie schön dass Facebook ohne Probleme mit unseren Daten gute Geschäfte machen darf.
Wir hingegen werden mit ganzen Datenschutzgestz -Bücherm schikaniert.
Den Datenschutz kann man auch ganz abschaffen, denn es gibt ihn gar nicht.

wpDiscuz