Treffen der Familienreferenten der österreichischen Bundesländer

Familienpolitik: LRin Deeg tauscht sich mit österreichischen Kollegen aus

Freitag, 19. Juni 2015 | 17:28 Uhr

Salzburg – Über Familienthemen wurde heute und gestern in Salzburg debattiert. Den Rahmen bildete das jährliche Treffen der Familienreferenten der österreichischen Bundesländer. Mit dabei war zum zweiten Mal Südtirols Familienlandesrätin Waltraud Deeg.

"In Österreich hat Familienpolitik einen völlig anderen Stellenwert als in Italien. Daher tun wir gut daran, den Blick über die Grenzen hinaus zu richten und uns die Erfahrungen der Nachbarländer genauer anzuschauen", sagte Landesrätin  Waltraud Deeg nach dem Treffen. Sie war in Begleitung von Ressortdirektor Stefan Walder und Gerhard Mair aus der Familienagentur des Landes nach Salzburg gereist. Den grenzüberschreitenden Austausch bezeichnet sie als wertvolle Gelegenheit, um Einblick in die neuesten familienpolitischen Erkenntnisse und Entwicklungen anderer Länder und Regionen zu erhalten.

Die Konferenz befasste sich mit verschiedenen Schwerpunkthemen darunter Kinderbetreuung und Familienbildung befasste. Einig war man sich, dass zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Kinderbetreuung qualitativ und quantitativ ausgebaut werden müsse. Im Bereich der Kinderbetreuung steht auch in den österreichischen Bundesländern der qualitative und quantitative Ausbau der Kinderbetreuung auf der Tagesordnung, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Im Bereich der Familienbildung möchte man Maßnahmen setzen, um auch bildungsferne Schichten zu erreichen. Weitere Themen waren die Tagesmütterbetreuung oder Maßnahmen, um mehr Männer für pädagogische Berufe zu gewinnen.

Für Landesrätin Deeg kommt der Familienreferentenkonferenz als ständige Plattform zum familienpolitischen Meinungsaustausch mit Einbindung aller Bundesländer große Bedeutung zu: "So stelle ich mir wirksame Familienpolitik auf Staatsebene vor: Durch die Bündelung der Erfahrungen der Regionen und autonomen Provinzen könnten wichtige Erkenntnisse weitergegeben werden, politische Ziele geteilt und gemeinsam an einem Strang gezogen werden. Dies ist die Voraussetzung, damit Familienpolitik zukunftsorientiert weiterentwickelt werden kann", so die Familienlandesrätin Deeg.

Die Landesrätin nutzte die Gelegenheit, um sich am Rande der Konferenz mit den Familienreferenten der Bundesländer zu spezifischen Projekten auszutauschen, die in Südtirol angepeilt werden – wie die geplanten Neuerungen im Kinderbetreuungssystem, die Einführung eines Familienpass auf Euregio-Ebene sowie finanzielle Unterstützungsmaßnahmen für Familien.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen