FH: Land gibt immer weniger Geld für F&E aus

FH: “Weniger Forschung&Entwicklungen bedeuten weniger Wohlstand”

Freitag, 03. Juli 2015 | 17:44 Uhr

Bozen – Unzufrieden zeigen sich die Südtiroler Freiheitlichen mit der Forschungs- und Entwicklungspolitik des Landes. Das Ziel drei Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung bereitzustellen, sei in weite Ferne gerückt.

Wirtschaftliches Wachstum ist an Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) gebunden. Gemäß den EU2020-Zielen sollen die Ausgaben auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gesteigert werden. Laut aktuellen Daten werden die Bruttoinlandsausgaben für F&E von 0,63 Prozent im Jahr 2011 auf 0,58 Prozent des BIP fallen. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas wollte die Problematik erörtert wissen.

„Im Jahr 2012 wurden noch etwa 9 Millionen Euro an Beiträgen für Forschung und Entwicklung vonseiten des Landes genehmigt, während dieser Beitrag im Jahr 2014 auf etwa 6,98 Millionen Euro zurückgegangen ist“, erklärt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas einleitend, sich stützend auf die ihm vorliegenden Unterlagen. „Der Rückgang, allein von den Jahren 2011 auf das Jahr 2012, gemessen am BIP sei im Wesentlichen auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen. Hinzu kommen strukturbedingten Einschränkungen der Südtiroler Wirtschaft. Das Bild in Südtirol ist von Kleinst- und Kleinunternehmen gekennzeichnet, die sich teilweise schwer tun regelmäßig in Forschung und Entwicklung zu investieren“, hält Blaas fest.

„Es muss festgehalten werden, dass weniger F&E-Investitionen automatisch auch weniger Wohlstand bedeuten“, unterstreicht der Freiheitliche Landtagsabgeordnete. „Zwar tragen mehrere Faktoren zum Wohlstand im Land bei, aber eine progressiv ausgerichtete Ökonomie bildet ein zentrales Standbein. Das Ziel der Landesregierung sei die Unternehmen mit Innovationspotential besonders zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, welche das Wachstum und die Ansiedelung innovativer und technologieorientierter Unternehmen begünstigen“, hält Blaas fest.

„Es braucht eine Strukturveränderung, die vor allem bei den Unternehmen die Basis für mehr Forschungs- und Entwicklungspotential schafft“, entnimmt Walter Blaas aus der Antwort auf seine Anfrage. „Wir Freiheitlichen haben uns stets für eine Reduzierung der bürokratischen Hürden und der steuerlichen Erleichterungen ausgesprochen, um geeignete Rahmenbedingungen für die F&E-Bemühungen zu schaffen. Neben dem öffentlichen Sektor sind auch für den privaten Sektor ein entwicklungsfreundliches Klima zu schaffen, damit die Früchte der Forschung der Zukunft unseres Landes zugutekommen“, hält Walter Blaas abschließend fest und verweist auf die vielen Initiativen des Freiheitlichen Landtagsabgeordneten Roland Tinkhauser.

Von: ©ka