Under Armour gestand den Datendiebstahl

Fitness-App gehackt – 150 Millionen Nutzer betroffen

Freitag, 30. März 2018 | 12:39 Uhr

Immer mehr Unternehmen werden Opfer von Cyber-Attacken, nun hat es den Sportartikelhersteller Under Armour erwischt. Die US-Firma machte am Donnerstag (Ortszeit) einen Hackerangriff auf seine Kalorienzähler-App “MyFitnessPal” öffentlich, der nach bisherigem Kenntnisstand etwa 150 Millionen Nutzerkonten betreffe.

Under Armour habe am 25. März einen Datendiebstahl festgestellt, der sich bereits Ende Februar ereignete. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Hacker Nutzernamen und E-Mail-Adressen sowie Passwörter erbeutet haben, aber keine sensibleren Informationen wie Kreditkartendaten. Die Entwendung von Sozialversicherungsnummern und Führerscheindaten – mit denen in den USA leicht Identitätsbetrug begangen werden kann – sei auszuschließen, weil sie bei der App nicht erforderlich seien.

Die Aufarbeitung des Vorfalls laufe noch, Under Armour arbeite dabei mit “führenden” Datensicherheitsfirmen zusammen und koordiniere die Untersuchung mit den Aufsichtsbehörden. Nutzer der App, die etwa beim Erreichen von Diät- und Trainingszielen helfen soll, sollten ihre Passwörter am besten sofort ändern. Der Aktienkurs von Under Armour fiel nachbörslich in der Spitze um 4,6 Prozent. Zuletzt betrug das Minus aber nur noch knapp zwei Prozent.

Hackerangriffe auf Unternehmen und Institutionen sind inzwischen fast schon an der Tagesordnung. Erst am Vortag war bekannt gewordenen, dass der Luft- und Raumfahrtriese Boeing von einer Cyber-Attacke getroffen wurde. Weder Produktion, noch Auslieferung der Flugzeuge seien betroffen gewesen, betonte Boeing am späten Mittwochabend per Twitter. Die Schafsoftware habe “nur wenige Systeme” infiziert.

Fitnessdaten-Tracker wie “MyFitnessPal” werden von immer mehr Menschen genutzt. Für Sportausrüster wie Under Armour oder den größeren Rivalen Nike sind sie eine willkommene Gelegenheit, die Produktpalette zu erweitern und neue Wege zur Kundenbindung zu finden. Zudem kann mit den gewonnenen Daten mitunter lukrativer Handel betrieben werden. Experten raten, bei solchen Apps genau drauf zu achten, ob und mit wem Informationen geteilt werden können.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Fitness-App gehackt – 150 Millionen Nutzer betroffen"


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PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
27 Tage 16 h

So einer Firma soll man vertrauen und Bekleidung abkaufen? Nein danke! Wie ehrlich ist sie bei anderen Dingen?
Hoffe diese Marke wird boykottiert bis sie untergeht!

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
27 Tage 13 h

Die Bekleidung ist ja Ok, ausserdem voll im Trend (wobei die ja einige Spitzensportler sponsorn).

Aber Hackerangriffe wo Kundendaten erbeutet wurden hats in Vergangenheit schon einige gegeben (so z.B. bei Sonys Playstation)

nightrider
nightrider
Tratscher
27 Tage 8 h

Wenn a Bekleidung kafsch moasch koane App installieren.

Tabernakel
27 Tage 4 h

@6079_Smith_W

wo?

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