Ford könnte sich den Ärger von US-Präsident Trump zuziehen

Ford verlagert Bau von E-Autos nach Mexiko

Freitag, 08. Dezember 2017 | 07:17 Uhr

Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford will Elektroautos entgegen früherer Pläne nun doch in Mexiko produzieren. Das verriet Ford-Manager Jim Farley im Interview mit dem “Wall Street Journal”. Im Jänner hatte der Konzern noch verkündet, sein Werk Flat Rock im US-Staat Michigan zur Hauptfertigungsstätte für E-Autos zu machen.

Der Standortwechsel erfolge nicht nur aus Kostengründen, sagte Farley. Flat Rock solle stattdessen künftig als “Exzellenz-Zentrum” für selbstfahrende Autos dienen, daher müsse Platz geschaffen werden.

Die Entscheidung könnte jedoch den Zorn von Donald Trump auf sich ziehen. Der US-Präsident fordert mehr US-Jobs von der Autoindustrie. Er hat die Produktion im Niedriglohn-Nachbarland Mexiko in der Vergangenheit harsch kritisiert und mit hohen Strafzöllen gedroht. Ford will 2020 einen vollelektrischen SUV auf den Markt bringen.

Von: APA/dpa

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1 Kommentar auf "Ford verlagert Bau von E-Autos nach Mexiko"


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Neumi
Neumi
Universalgelehrter
6 Tage 54 Min

Trump hat bei seinem “Plan” übersehen, dass die Zulieferer aus Mexico deutlich günstiger sind. Wenn man jetzt – nur in den USA – mehr für die Teile bezahlen muss, dann ist klar, dass man die Produktion ins Ausland verlegt. Den Import-Zoll für die Teile muss der Hersteller dann nicht mehr bezahlen. Die Autos kann er dann immer noch – ohne hohen Import-Zoll – nach überall sonst in der Welt verkaufen.
Das einzige Resultat von Trumps Schnapsidee ist, dass die Endverbraucher in den USA mehr bezahlen müssen (das Geld geht dann an die Regierung).

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