Neue Förderkriterien für Unternehmerinnen

„Frauen mit Unternehmergeist stärken und fördern“

Donnerstag, 09. Juli 2015 | 18:31 Uhr

Bozen – Die SVP-Frauen befassen sich mit neuen Förderkriterien für weibliches Unternehmertum. Die Wiederaufnahme der Förderung von Unternehmen in Frauenhand nach neuen Kriterien stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der SVP-Frauenleitung. Die Landesrätin für Chancengleichheit Martha Stocker informierte dabei über die wichtigsten Neuerungen. „Mit der Anpassung der Förderkriterien sollen von Frauen geführte Kleinunternehmen in Zukunft gezielter unterstützt werden“, so Stocker.

Die Frauen in der Südtiroler Volkspartei haben sich unlängst mit den Neuerungen in der Förderung des weiblichen Unternehmertums in Südtirol befasst. „Durch eine gezielte Förderung von Unternehmerinnen sollen Frauen dazu ermutigt werden, ihre Potentiale einzubringen und den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen“, unterstrich die Vorsitzende der SVP-Frauen Renate Gebhard bevor Landesrätin Stocker auf die Neuerungen in der Beitragsvergabe einging. 
 
„Ziel der Überarbeitung der Förderkriterien war, die Unterstützung von Unternehmen in Frauenhand an die restliche Wirtschaftsförderung anzupassen, umso besser auf die Bedürfnisse von Frauen in der Unternehmensgründung, -übernahme oder -fortführung einzugehen“, erläuterte Landesrätin Stocker. Neben der Anpassung an die Wirtschaftsförderung seien die Konzentration auf wesentliche Inhalte, die Vereinfachung von Abläufen sowie notwendige Einsparungen für den Beitragsstopp zur Überarbeitung der Kriterien ausschlaggebend gewesen. Sind nun beispielsweise zwar Innovationsprojekte für Produkt- und Prozessinnovation sowie Diplomarbeiten zum Thema „weibliches Unternehmertum“ von der Förderung ausgenommen, können diese jedoch über die Landesabteilung 34 in Zusammenhang mit dem Innovationsgesetz unterstützt werden. „Während sich die Förderung von weiblichen Unternehmen auf die Gewährung von Verlustbeiträgen stützt, so wird die Wirtschaftsförderung über den Rotationsfonds finanziert“, verglich die Landesrätin die beiden Förderprojekte. „Im Fokus der nach einem Förderstopp angepassten Kriterien stehen familienfreundliche Unternehmen sowie die Aus- und Weiterbildung“, erläuterte Stocker. Die Landesrätin bewertete dabei besonders die bürokratischen Vereinfachungen als positiv: Businesspläne werden nur mehr zukünftig für Investitionsausgaben über 100.000 Euro verlangt und Projektbeschreibungen bei betrieblichen Investitionen wurden abgeschafft.
 
„Es ist erfreulich, dass die Landesregierung mit den neuen Kriterien trotz notwendiger Einsparungen auch in Zukunft auf Qualität und Familienfreundlichkeit setzt“, eröffnete SVP-Frauenreferentin Renate Gebhard die Diskussion unter den SVP-Frauen. Aus Sicht der Frauen in der Südtiroler Volkspartei sei vor allem die Unterstützung von Aus- und Weiterbildungen sowie Beratungsdiensten zu begrüßen. „Dort holen sich Frauen unter Umständen den notwendigen Mut für den Schritt in die Selbständigkeit “, so Gebhard.

Von: ©ka