Seniorenvereinigung im SBB

“Für ein Europa aller Altersgruppen”

Dienstag, 09. Juni 2015 | 18:05 Uhr

Bozen – Vor kurzem war die Vizepräsidentin der Europäischen Seniorenunion (ESU), Christina Gostner-von Stefenelli, zu Gast bei der Sitzung des Landesausschusses der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund. Im Mittelpunkt dieses Treffens standen die Vorstellung der ESU sowie die Schilderung ihrer Ziele und Tätigkeit.

Die Europäische Seniorenunion (ESU) wurde 1995 in Madrid gegründet. Sie wird derzeit von 41 Seniorenorganisationen aus 27 verschiedenen Staaten gebildet. Seit 2013 steht ihr als Präsidentin An Hermans aus Belgien vor. Christina Gostner-von Stefenelli aus Kaltern ist seit diesem Zeitpunkt eine der zwölf Vizepräsidentinnen dieser Organisation.

Die Ziele der ESU

Die ESU setzt sich seit ihrer Gründung vor 20 Jahren für ein Europa aller Altersgruppen ein, das auf der Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Generationen basiert.

Um dieses Ziel zu erreichen, macht sie sich in erster Linie für ein positives Altersbild und eine altersfreundliche Gesellschaft stark. Christina Gostner-von Stefenelli erklärt: „Das Alter und Altern hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte stark verändert. So sind die Senioren heute aufgrund der steigenden Lebenserwartung und des verbesserten Lebensstandards selbständiger und aktiver als die älteren Generationen vor ihnen und bringen sich dem entsprechend stärker und länger in die Gesellschaft und in die Familien ein.“ Diesen Aspekt gelte es, in den Köpfen der Menschen zu festigen.

In diesem Sinne bekämpft die ESU weiters die Altersdiskriminierung und macht sich insbesondere für ein Altern in Würde stark. „Jede Altersstufe hat ihre Besonderheiten. Es ist wichtig, dass wir stets auf diese eingehen und das Positive darin sehen“, sagt Christina Gostner-von Stefenelli.

Nicht zuletzt setzt sich die ESU auch für europaweit aktuelle seniorenpolitische Themen, wie zum Beispiel das Gesundheitssystem, die Altenbetreuung und die soziale Sicherung, ein.

Die Tätigkeit der ESU

Um ihre Ziele zu erreichen, tauschen sich die Vertreter der ESU regelmäßig untereinander aus und knüpfen Kontakte mit verschiedenen „Verbündeten“, die ihre Anliegen wahrnehmen und in den entsprechenden Entscheidungsgremien vertreten.

Zu diesem Zweck wurde auf Anregung des österreichischen EU-Parlamentariers Heinz Becker beispielsweise der Verein „Freunde der ESU“ gegründet. Diesem gehören neun EU-Parlamentarier, darunter Herbert Dorfmann, an. Daneben gibt es unter anderem die „Plattform Europa für das Altern“ (AGE), deren Ziel es ist, gemeinsam mit der ESU bis zum Jahr 2020 eine altersfreundliche EU zu etablieren.

Um einen weiteren „Verbündeten“ reicher war Christina Gostner-von Stefenelli nach dem Treffen mit der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund. Der Landespräsident Gottfried Oberstaller stellt fest: „Die Ziele der ESU entsprechen jenen der Seniorenvereinigung. Dem entsprechend unterstützen wir die Arbeit dieser Organisation und werden uns zukünftig mit der Vize-Präsidentin austauschen, wenn es darum geht, ein gemeinsames Anliegen voranzubringen.“ Christina Gostner-von Stefenelli ergänzt: „Politische Seniorenarbeit in der Gemeinde, in den Bezirken, auf Landesebene sowie überregional und in den europäischen Gremien ist unerlässlich. Ich nehme diese Aufgabe sehr gerne wahr und je mehr Funktionäre und Vereinigungen mich dabei unterstützen, desto mehr können wir bewegen.“

Von: ©lu

Bezirk: Bozen