Begehrensgesetzentwurf der BürgerUnion

“Gegen teure Rechnungsbürokratie für Unternehmen”

Mittwoch, 01. April 2015 | 14:03 Uhr

Bozen – Mittels Begehrensgesetzentwurf an das römische Parlament will der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder, gegen die teure Rechnungsbürokratie für Unternehmen vorgehen und eine Untergrenze für die digitalen Rechnungen an öffentliche Verwaltungen einführen.

„Ab sofort sind alle Unternehmen verpflichtet, Rechnungen für Aufträge der Landesverwaltung oder der Gemeinden und öffentlicher Verwaltungen insgesamt in digitaler und zertifizierter Form an die Ämter zu schicken. Rechnungen in Papierform werden nicht mehr akzeptiert. Dabei geht es nicht einfach darum, eine Rechnung zu scannen und zu mailen, die Rechnung muss digital signiert und mittels zertifizierter Mail an die Ämter geschickt werden“, so Pöder.

„Dies stellt speziell kleine Betriebe jedes Mal vor eine Herausforderung und ist bei geringen Rechnungsbeträgen schlichtweg eine Zumutung“, kritisiert auch der Sprecher für Sozialpartnerschaft und Handwerker der BürgerUnion, Dietmar Zwerger.

Die BürgerUnion schlägt deshalb im Begehrensgesetzentwurf, den sie gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten des Team A , Elena Artioli, einbringt vor, die Verpflichtung zur digitalen Rechnung erst ab einem Rechnungsbetrag von 500 Euro vorzusehen.

Viele Rechnungen für Lieferungen und Dienstleistungen liegen unter dieser 500-Euro-Grenze.

„Die Einführung dieser Grenze, ab der die digitale Rechnungsstellung Pflicht wird, wäre eine große bürokratische Erleichterung für die Betriebe. Es wäre auch denkbar, diese Grenze für eine Übergangsphase von fünf Jahren einzuführen. Ist die digitale Rechnungstellung für Kleinbetriebe heute noch umständlich, so wird sie in einigen Jahren deutlich einfacher vor sich gehen“, ist Pöder überzeugt.

Von: lu

Bezirk: Bozen