15 Jahre Raiffeisen InvestmentClub

Geld alleine macht nicht glücklich

Freitag, 31. Juli 2015 | 17:54 Uhr

Bozen – Im Rahmen der Sommerveranstaltung des Raiffeisen InvestmentClub erklärte der Glücksforscher Prof. Karlheinz Ruckriegel, wieso es nur wenig Geld zum Glücklichsein braucht

„Wir sind dann glücklicher, wenn wir unsere begrenzte Zeit möglichst gut nutzen“

Ob Ludwig Wittgenstein, John Lennon oder Angela Merkel: sie wussten oder wissen was in der empirischen Glücksforschung mittlerweile als erwiesen gilt: wer das begrenzte Gut Zeit besser und sinnvoll nutzt, der ist zufriedener und ausgeglichener. Geld spielt dabei eine untergeordnete Rolle. So stellte es der Verhaltensökonom und Glücksforscher Dr. Karlheinz Ruckriegel auf der Sommerveranstaltung des Raiffeisen InvestmentClub am Donnerstagabend auf Schloss Prösels dar.

Die Theorien des Professors stützten sich dabei auf die Ergebnisse der interdisziplinären Glücksforschung. Diese zeige laut Rückriegel einen eindeutigen Trend hin zum Denken in den Kategorien eines „besseren Lebens“. Dieses könne nicht mit herkömmlichen Wohlstandsindikatoren wie etwa dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf gemessen werden, sondern mit nicht nur rein ökonomische Messgrößen wie dem „Better Life Index“ der OECD. Dieser bringe auch Faktoren wie Gesundheit, Work-Life-Balance, Gemeinsinn, Wohnverhältnisse oder Bildung zur Geltung, so der Professor in seinem Vortrag auf Schloss Prösels. Neben dem richtigen Zeitmanagement ist laut Ruckriegel das Gelingen von sozialen Beziehungen die zweite Hauptsäule für das dauerhaftes Glück: „Für das sozialste Wesen auf dem Planeten, dem Menschen, gibt es nichts essentielleres für das Überleben seiner Spezies, als funktionierende Beziehungen aufzubauen“.

Professor Karlheinz Ruckriegel wird nach seinem Vortrag auf Schloss Prösels am Freitagabend, 31. Juli 2015, zum selben Thema im Marmorwerk von der Lasa Marmo Gmbh in Laas sprechen. Den geladenen Gästen der bereits ausgebuchten Veranstaltung soll dabei im Rahmen einer Führung auch der weltweit einzigartige weiße Marmor von Laas näher gebracht werden. Mit Blick auf die am Wochenende beginnende Veranstaltung „Marmor und Marillen“ findet gleichzeitig die Abschlussveranstaltung des Marmor-Symposiums mit ausgestellten Kunst-Skulpturen aus dem weißen „Laaser Gold“ statt.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen