Treffen in Brixen

Gemeinsame Präsidiumssitzung der drei großen Alpenvereine

Dienstag, 05. Juli 2022 | 11:09 Uhr

Brixen – Kürzlich trafen sich in Brixen die Präsidien des Deutschen Alpenvereins (DAV), des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) und des Alpenvereins Südtirol (AVS) zu einer gemeinsamen Präsidiumssitzung.

Georg Simeoni, Präsident des AVS, begrüßte zur Tagung Roland Stierle, Vize-Präsident des DAV, Andreas Ermacora, Präsident des ÖAV, sowie weitere Präsidiumsmitglieder der genannten Brudervereine. Schwerpunktthema bei der gemeinsamen Diskussion waren eine Konzeptvorlage, wie man mit Hotspots an vielbesuchten Wanderzielen künftig umgehen und wie man den Besucherdruck bzw. eine Besucherlenkung in den Griff bekommen will.

Dabei geht es vom Rückbau in sensiblen Räumen bis hin zur zielgerichteten Weiterentwicklung bereits infrastrukturell erschlossener Gebiete sowohl unter naturschutzfachlicher wie auch bergsport-licher Zielsetzung. Ein weiterer Schwerpunkt war der Austausch zu Aktivitäten im Bereich Klimaschutz und in diesem Zusammenhang die Besucherlenkung zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Für nachhaltigen Tourismus stehen die 36 Bergsteigerdörfer in fünf Alpenländern – eine Initiative, die von den Alpenvereinen initiiert und weiterentwickelt wurde. Der Alpenverein Südtirol hat zusammen mit dem Heimatpflegeverband, dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz und dem Club Alpino Italiano (CAI) Alto Adige ein Manifest für mehr Respekt für den alpinen Raum erstellt. Dieses wird von DAV und ÖAV unterstützt und in absehbarer Zeit vorgestellt werden. Große Medienresonanz erfuhr die Kampagne #unserealpen, deren Ziel es war, die Alpen als wertvollen und bedrohten Naturraum aufzuzeigen. DAV, ÖAV und AVS wollten hierbei nicht als Veränderer oder Verhinderer, sondern als konstruktive Partner für eine nachhaltige Entwicklung des Alpenraums gesehen werden. Mit einer Reichweite von 225 Millionen Kontakten in verschiedenen Medien war die Kampagne äußerst erfolgreich und die Tonalität von 97 Prozent der externen Berichterstattung positiv.

Ein weiterer Arbeitspunkt in Brixen war das Hüttenreservierungssystem, das bei den drei Alpenvereinen schon sehr gut genutzt wird, noch ausbaufähig ist und den Hüttenwirten wie den Alpinisten im digitalen Zeitalter die Logistik erleichtert. Was die Schutzhütten betrifft, erörterte man den Sachstand bezüglich dem Helmhaus – eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sexten und den betreffenden Sektionen Sillian des ÖAV und Drei Zinnen des AVS, sowie den Neubau der Landshuter-/Europahütte. Bei letzterer soll der Bau künftig über die Stiftung Landshuter Europahütte geführt werden.

Im Stiftungsrat sitzen Vertreter des Landes Südtirol, der DAV-Sektion Landshut, des ÖAV, AVS und des CAI. Insgesamt war die gemeinsame Präsidiumssitzung von DAV, ÖAV und AVS in Brixen sehr erfolgreich und der Alpenverein Südtirol ein guter Gastgeber.

Von: luk

Bezirk: Eisacktal

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