Spitze von HGV und Bauernbund trafen sich

Gemeinsamkeiten als Stärken nutzen

Mittwoch, 15. April 2015 | 16:30 Uhr

Bozen – Die Führungsgremien des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) und des Südtiroler Bauernbundes (SBB) haben sich jüngst zu einer Aussprache getroffen, bei welcher es vor allem um die Möglichkeiten einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft gegangen ist.
 
Sowohl SBB-Obmann Leo Tiefenthaler als auch HGV-Präsident Manfred Pinzger verwiesen auf die zahlreichen bestehenden gastronomischen Initiativen, bei denen die regionalen landwirtschaftlichen Produkte im Mittelpunkt stehen. Pinzger erwähnte beispielsweise die Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ sowie die im vergangenen Herbst erstmals durchgeführten Pustertaler Kartoffelwochen, die in Zusammenarbeit mit der Pustertaler Saatbaugenossenschaft durchgeführt worden sind und an der 30 Gastbetriebe teilgenommen haben. Zudem informierten die HGV-Vertreter über die sich im Entstehen befindende Angebotsgruppe „Vinum Hotels Südtirol“ und über die neue HGV-Aktion „Südtiroler Frühstück“, wo versucht wird, das Frühstücksbuffet mit heimischen Produkten aufzuwerten.

Bauernbundobmann Leo Tiefenthaler verwies auf die Aktion „Regiokorn“, die zum Ziel hat, Bäckereien aber auch Gastbetrieben Mehl aus heimischen Korn anzubieten. Interessante Veranstaltungen gibt es aber auch rund um den alten Brauch des Törggelens. Bäuerliche Produkte wie etwa Wein, Spargel, Äpfel oder Erdbeeren, würden immer öfter im Mittelpunkt von Veranstaltungen stehen, die auch von Touristen geschätzt würden. „All diese und weitere Initiativen tragen zu einer Aufwertung der heimischen landwirtschaftlichen Produkte bei und unterstützen zudem den Trend in der Gastronomie, verstärkt auf regionale Produkte zu setzen“, sagten SBB-Obmann Leo Tiefenthaler und HGV-Präsident Manfred Pinzger. Die Spitzen der beiden Verbände vereinbarten daher, alle Möglichkeiten zu prüfen, um Angebot und Nachfrage noch besser aufeinander abzustimmen und den Vertrieb von regionalen Produkten weiter zu optimieren.

Ein weiteres Thema war die Zukunft der Tourismusorganisationen, die auf Ortsebene sowohl die gewerblichen Betriebe als auch die „Urlaub auf dem Bauernhof“-Betriebe betrifft. HGV und Bauernbund unterstrichen, dass es künftig eine klare Aufgabenverteilung unter den Tourismusorganisationen braucht, bevor über eventuelle Neuerungen bei der Finanzierung entschieden wird.

Einig war man sich, dass auch im Zuge der bevorstehenden Gemeinderatswahlen Spielräume für ein gemeinsames Vorgehen und gegenseitige Unterstützung vorhanden sein können. „Tourismus und Landwirtschaft brauchen einander und haben das gemeinsame Ziel, den ländlichen Raum zu stärken. Entsprechend liegt es nahe, dass wir in den Gemeindestuben zusammenarbeiten und gemeinsam mit den anderen Wirtschaftsvertretern unsere Ziele anpeilen“ gaben sich die Führungsspitzen beider Verbände überzeugt.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen