Verhandlung soll im September 2018 beginnen

Gericht verschiebt Musterverhandlung zu VW-Abgasskandal

Dienstag, 12. Dezember 2017 | 09:44 Uhr

Volkswagen bekommt mehr Zeit für die Vorbereitung auf Aktionärsklagen im Abgasskandal. Statt im April soll das Musterverfahren gegen VW am Oberlandesgericht Braunschweig im September 2018 beginnen. Das Gericht kommt der Bitte von Volkswagen um Frist-Verlängerung nach. In dem Verfahren wird eine Klage der Deka Investment GmbH verhandelt, das Urteil kann dann auf weitere Klagen übertragen werden.

Insgesamt fordern Anleger von VW über das Musterverfahren bisher rund 3,1 Mrd. Euro. Es seien aber noch weitere Klagen anhängig, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Die Summe kann somit noch steigen.

Die Anleger werfen VW vor, im September 2015 zu spät über die Abgas-Manipulationen informiert zu haben. Volkswagen weist die Vorwürfe zurück. Nach dem Bekanntwerden der Manipulationen waren die Aktien steil nach unten gerauscht, fast die Hälfte ihres Wertes hatten die Vorzugsaktien des Konzerns seit dem Ausbruch der Krise zwischenzeitlich verloren. Viele Anleger wollen sich ihre Verluste vom Konzern erstatten lassen.

Von: APA/dpa