Einvernehmliche Lösung

Gewerkschaftsfreistellungen: Grünes Licht für Vertragsunterzeichnung

Dienstag, 01. September 2015 | 16:28 Uhr

Bozen – Zu einer Reduzierung der Kosten von rund 300.000 Euro jährlich und zu einer besseren Stundeneinteilung führt der neue Vertrag zur Freistellung des Landespersonals für Gewerkschaftstätigkeiten, der heute von der Landesregierung gutgeheißen wurde.

"Nach intensiven Verhandlungen mit den Gewerkschaften konnte eine einvernehmliche Lösung gefunden werden, welche eine Reduzierung der Personalkosten, die bisher für Gewerkschaftsfreistellungen aufgebracht wurden, von 300.000 Euro jährlich mit sich bringt", erklärt Personallandesrätin Deeg. Diese Kostenreduzierung sei auf die Halbierung des Stundenkontingents von drei auf 1,5 Stunden pro Bediensteten laut dem neuen bereichsübergreifenden Vertrag zurückzuführen.

Heute hat die Landesregierung die öffentliche Delegation ermächtigt, die entsprechenden Detailbestimmungen für das Personal der Landesverwaltung mit den Gewerkschaftsorganisationen zu unterzeichnen. Man habe sich laut Landesrätin Deeg mit den Gewerkschaften darauf einigen können, einen Teil des  zustehenden Stundenkontingents für Freistellungen durch Häufung von Stunden zu beanspruchen: "Diese Art der Freistellung bringt einerseits zwar mit sich, dass das abwesende Personal in der Regel ersetzt werden muss, was Mehrausgaben mit sich bringt. Andererseits ist diese Lösung im Interesse der öffentlichen Verwaltung, da sonst Freistellungen an einzelnen Tagen oder Stunden beansprucht werden können und dadurch der Dienst ständig unterbrochen wird, was sich besonders im Kindergarten und im Schulbereich negativ auswirkt."

Insgesamt seien die bisher aufgebrachten Personalkosten durch die Halbierung des Stundenkontingentes deutlich reduziert worden, so Landesrätin Deeg. Für die Bezahlung des Ersatzpersonals bei Freistellungen stellt das Land im Jahr 2015 geschätzte 120.000 Euro zur Verfügung und jährlich rund 175.000 Euro ab dem Jahr 2016.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen