"Schwer solche Bewegungen zu erklären"

Gewinne nach Festtags-Achterbahn an US-Börsen

Freitag, 28. Dezember 2018 | 05:50 Uhr

Die wilde weihnachtliche Berg- und Talfahrt an der New Yorker Aktienbörse hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Nach satten Kursverlusten drehte der Dow Jones ins Plus. Schließlich schloss der Dow um 260,37 Einheiten oder 1,14 Prozent höher auf 23.138,82 Zähler.

Nachdem der Dow Jones Industrial am Heiligabend mit einem satten Minus von fast drei Prozent geendet hatte, war der US-Leitindex am Vortag um rund 5 Prozent nach oben geschnellt. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index stieg am Donnerstag um 21,13 Punkte (plus 0,86 Prozent) auf 2.488,83 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index legte um 25,13 Einheiten oder 0,38 Prozent auf 6.579,49 Zähler zu.

Es sei schwer solche Bewegungen zu erklären, sagte Sean O’Hara, Präsident von Pacer ETFs zum Nachrichtenportal Bloomberg. Einige Marktteilnehmer dürften die Aktienschwäche zum Einstieg genutzt haben. Es herrsche große Volatilität.

Zuvor wurde der feiertagsbedingt dünne Handel für die rasanten Kurssprünge mitverantwortlich gemacht. Zudem misstrauten die Anleger dem höchsten Tagesgewinn des Dow seit mehreren Jahren zur Wochenmitte, hieß es. Dagegen hatte die Bekanntgabe neuer Konjunkturdaten nur wenig Einfluss auf die Notierungen: Wie das Marktforschungsinstitut Conference Board mitteilte, hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher im Dezember überraschend deutlich eingetrübt.

Die Rally am Mittwoch wurde vor allem von Einzelhandels- und Energiewerten getrieben. Erstere profitierten von Signalen, wonach das Weihnachtsgeschäft so gut wie schon seit mehreren Jahren nicht mehr gelaufen ist. Letztere gewannen, weil die US-Ölpreise um fast zehn Prozent angezogen hatten. US-Präsident Donald Trump hatte zudem Investoren empfohlen, die zuletzt gefallenen Kurse zum Aktienkauf zu nutzen.

Unter den Einzelwerten standen Amazon-Titel im Anlegerfokus. Sie verloren 0,6 Prozent. Börsianer verwiesen auf die Nachricht, dass Indien – einer der weltweit am stärksten wachsenden Online-Märkte – seine Gesetzgebung für ausländische Internethändler wie Amazon verschärft hat.

Die Papiere von Visa verloren am Donnerstag zuletzt 1,4 Prozent. Der Kreditkartenanbieter will den britischen Finanzdienstleister Earthport übernehmen und bietet 30 Pence je Earthport-Aktie.

Von: apa