Der Opel-Verkauf kostet General Motors ordentlich

GM senkt US-Absatzprognose – Opel-Verkauf wird teurer

Dienstag, 27. Juni 2017 | 11:19 Uhr

General Motors (GM) stellt sich auf einen Absatzrückgang auf dem Heimatmarkt ein. Der größte Auto-Hersteller der USA teilte am Montag mit, die Verkäufe dürften sich auf etwas mehr als 17 Millionen Stück summieren. “Der Markt kühlt sich definitiv ab”, sagte Finanzvorstand Chuck Stevens in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Es werde schwieriger, höhere Preise durchzusetzen.

Bisher war GM von rund 17,5 Millionen verkauften Neuwagen in den USA ausgegangen. 2016 wurde dort mit 17,55 Millionen Stück ein Rekord aufgestellt. In den vergangenen Monaten hatten aber viele führende Anbieter Rückgänge verzeichnet.

Zugleich dürften die Kosten in Zusammenhang mit dem Verkauf der deutschen Tochter Opel an den französischen Konzern Peugeot höher ausfallen, sagte Stevens. Das Unternehmen rechne nun mit einer Belastung durch den Verkauf von 5,5 Mrd. Dollar (4,9 Mrd. Euro). Das ist eine Milliarde mehr als bisher angenommen.

GM erhält zwar von PSA 1,3 Mrd. Euro für Opel und die britische Schwester Vauxhall sowie 900 Mio. Euro für das europäische Geschäft der Autobank GM Financial. Zugleich muss GM allerdings Pensionsverpflichtungen für Opel begleichen. Damit machen die US-Amerikaner unter dem Strich beim Opel-Verkauf ein Minus.

Von: APA/ag.