Google muss 4,1 Mrd. Euro Strafe zahlen

Google ist enttäuscht über Milliardenstrafe

Mittwoch, 14. September 2022 | 12:27 Uhr

Der Internetriese Google zeigte sich in einer ersten Reaktion zur Milliarden-Strafe des EU-Gerichts “enttäuscht, dass das Gericht den Beschluss nicht in seiner Gesamtheit aufgehoben hat”. Android habe mehr Auswahl für alle geschaffen und unterstütze tausende Unternehmen in Europa und der ganzen Welt, teilte der Internetgigant in einer Stellungnahme am Mittwoch mit.

Heute wurde außerdem bekannt, dass Südkorea gegen Google eine Geldstrafe von umgerechnet rund 50 Mio. Euro verhängt hat. Google habe ohne Zustimmung Nutzerdaten gesammelt, um maßgeschneiderte Werbung zu schalten, teilten die Behörden mit.

Die Klage des US-Internetriesen Google gegen eine Milliarden-Strafe der EU-Kommission ist weitgehend gescheitert. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg bestätigte am Mittwoch eine Entscheidung der EU-Kommission aus dem Jahr 2018, Google wegen illegaler Praktiken beim Handy-Betriebssystem Android eine Rekordstrafe aufzubrummen. Das Gericht kürzte das damals beschlossene Rekord-Bußgeld aber von 4,3 Mrd. Euro auf rund 4,1 Mrd. Euro.

Beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) kann gegen das Urteil vom Mittwoch Einspruch eingelegt werden. Google habe etwa Smartphone-Herstellern und Mobilfunknetzbetreibern unzulässige Vorschriften für die Verwendung von Android gemacht und verlangt, bestimmte Google-Apps vorzuinstallieren, hatte die EU-Kommission 2018 festgestellt. “Auf diese Weise hat Google Android dazu verwendet, die marktbeherrschende Stellung seiner Suchmaschine zu festigen”, begründete EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager die Entscheidung damals. Google hatte umgehend angekündigt, die Strafe anfechten zu wollen.

Von: APA/Reuters/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Google ist enttäuscht über Milliardenstrafe"


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MartinSchmidt
MartinSchmidt
Tratscher
19 Tage 12 h

Das ist noch viel zu wenig! Besonders sollten die mal Steuern zahlen. Ist doch immer noch unglaublich dass wir uns von diesen Riesenkonzernen abhängig machen und die dann nicht mal ihren fairen Beitrag leisten wollen…

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
19 Tage 15 h

Leicht reduziert? Na dann ist es ja gut.

N. G.
N. G.
Kinig
19 Tage 9 h

Für mich ist das Priblem nicht ganz nachvollziehbar. Okay, andere Firmen dazu zwingen gewisse Apps vor zu installieren ist eine Sache aber für den Nutzer macht dies keinen Unterschied. Jeder Nutzer bevorzugt ohnehin seine gewohnten Programme. Hm.
Na ja, immerhin hat man auf Umwegen, etwas an verlorenen Steuern eingezogen. Wenns vernünftig genutzt wird..!

Paladin
Paladin
Tratscher
19 Tage 10 h

Enttäuscht? Dann war sie wohl nicht hoch genug, enttäuscht bin ich, wenn der Caffè nicht schmeckt. Aber 4,1 Mrd. sind für manche halt weniger oder mehr “enttäuschend”.

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