Herkunft der Eier abseits des Einzelhandels oft fragwürdig

Greenpeace ortet weiter Käfigeier in verarbeiteten Produkten

Donnerstag, 15. März 2018 | 11:00 Uhr

Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes hat Greenpeace Lebensmittel mit Ei unter die Lupe genommen. Während in den Supermarktregalen frische Eier aus Käfighaltung keinen Platz mehr haben, sind Käfigeier in eihaltigen Fertigprodukten nach wie vor zu finden, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.

Im Test von Greenpeace befanden sich in drei der fünf ausgewählten Produktgruppen Käfigeier, darunter im Gugelhupf, in der Mayonnaise sowie in der Basis für Semmelknödel. Verlassen kann man sich beim Einkaufen nur auf die Eigenmarken der Supermärkte. Bis auf eine Ausnahme sind sie frei von Käfigeiern. Testsieger wurde Hofer mit einem “Gut”, die Mehrheit der anderen Supermärkte schnitt mit einem “Befriedigend” ab. “Zwar ist das Osternest schon lange frei von Käfigeiern, aber in verarbeiteten Produkten werden sie immer noch viel zu oft versteckt”, sagte Nunu Kaller, Konsumentensprecherin bei Greenpeace in Österreich.

“Bei einem Drittel der eihaltigen Produkte im Handel fehlt die Angabe, wie das Huhn gehalten wurde oder woher es kommt. Das öffnet Tür und Tor für Eier aus Käfighaltung”, kritisierte Kaller. Auch manche Eigenmarken der Supermärkte seien nicht lückenlos gekennzeichnet. Um Käfigei völlig auszuschließen, empfahl Greenpeace Bio-Produkte: “Bio ist auch beim Osterfest die beste Wahl. Im Gegensatz zu vielen konventionell produzierten Fertigprodukten kommt ‘Bio’ garantiert ohne Tierleid und Gentechnik aus.”

Von: apa