Greenpeace sieht das Gemeinwohl gefährdet

Greenpeace sieht Ehrenamt durch 12-Stunden-Tag bedroht

Sonntag, 24. Juni 2018 | 11:22 Uhr

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fürchtet, dass der von der Bundesregierung geplante 12-Stunden-Arbeitstag dem ehrenamtlichen Engagement schadet. Die neue Regelung würde die Möglichkeiten für Freiwilligenarbeit massiv einschränken und den sozialen Kitt der Gesellschaft gefährden, hieß es in einem Statement. Greenpeace will daher das Gesetz verhindern.

Laut Daten des Sozialministeriums seien rund 2,3 Millionen Menschen unbezahlt in Organisationen und Vereinen aktiv. Die Mehrzahl der Ehrenamtlichen sei insgesamt bis zu dreißig Tage im Jahr im Einsatz und leiste einen wichtigen Beitrag etwa für den Umweltschutz, im Sozialbereich oder beim Katastrophendienst.

Kommt die 60-Stunden-Woche wie angekündigt, werde Freiwilligenarbeit unmöglich, warnt Greenpeace. “Durch den 12-Stunden-Tag gerät das Ehrenamt unter immensen Druck, weil dafür einfach keine Zeit bleibt”, die Regelung müsse daher verhindert werden, fordert Geschäftsführer Alexander Egit.

Von: apa