Eier länger haltbar als allgemein angenommen - also nicht zum Mist!

Greenpeace warnt vor Eier-Verschwendung rund um Ostern

Montag, 10. April 2017 | 11:34 Uhr

Rund 70 Millionen Eier werden rund um Ostern in Österreich gekauft, davon 50 Millionen bereits gefärbt und vorgekocht. Etwa jedes fünfte Ei wird nach Ostern weggeworfen. Das hat Greenpeace auf Basis öffentlicher Verbrauchszahlen berechnet und kritisierte am Montag das von den Produktionsunternehmen zu früh festgelegte Mindesthaltbarkeitsdatum.

Viele der weggeworfenen Eier wären auch Wochen nach dem Kauf noch genießbar. Das haben aktuelle Laborergebnisse eines Lebensmittel-Langzeittests von Greenpeace ergeben. Die getesteten rohen Eier waren 56 Tage nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch einwandfrei.

“Eier sind viel länger haltbar als allgemein angenommen”, sagte Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons. “14 Millionen Eier landen nach den Feiertagen in der Müllpresse, obwohl viele davon noch einwandfrei sind.” Rohe, gekühlte Eier bleiben am längsten frisch. Auch im gekochten Zustand seien sie mindestens vier Wochen haltbar, wenn die Schale unbeschädigt ist und die Eier nach dem Kochen nicht abgeschreckt werden. Die Schale von selbst gefärbten Ostereiern könne mit Öl oder einer Speckschwarte eingerieben werden, das schließe die Poren und erhöhe die Haltbarkeit.

Gekaufte Ostereier haben bereits eine schützende Lackschicht, die das Eindringen von Bakterien länger verhindert. “Bei der Beurteilung kann man sich getrost auf seine Sinne verlassen und erst dann entscheiden, was man lieber wegwirft. Verdorbene gekochte Eier erkennt man normalerweise schon am fauligen Geruch”, erläuterte Simons.

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten nahm das nahende Osterfest zum Anlass, die oft zweifelhafte Herkunft von Eiern vor allem in verarbeiteten Produkten sowie im Gastronomie-Bereich zu kritisieren. Anders als bei Frischeiern sei eine Kennzeichnung bei verarbeiteten Eiern nicht verpflichtend, was zu Unklarheiten bei den Konsumenten führe.

Jedes zweite in Österreich konsumierte Ei wird von der Lebensmittelindustrie oder dem Hotel- und Gaststättengewerbe verarbeitet und steckt in Produkten wie gefärbten Ostereiern, Backwaren oder in der klassischen Eierspeise. “Die Käfighaltung von Legehennen ist leider auch in der EU immer noch Realität”, so Vier-Pfoten-Kampagnenleiterin Martina Pluda.

Konventionelle Käfige seien zwar EU-weit seit 2012 verboten, sogenannte ausgestaltete Käfige aber erlaubt. In diesen ausgestalteten Käfigen haben die Hühner nur geringfügig mehr Platz. “Durch die mangelnde Kennzeichnung ist es für den Konsumenten nicht nachvollziehbar, aus welchen Haltungsformen die Eier in verarbeiteten Produkten stammen. Das entspricht aber schon seit langem nicht mehr den Ansprüchen, die Verbraucher an die Lebensmittel stellen, die sie kaufen”, betonte Pluda.

Von: apa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Greenpeace warnt vor Eier-Verschwendung rund um Ostern"


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WM
WM
Superredner
19 Tage 23 h

Meine eier verschwend i holt neta 😮😮😮

gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
19 Tage 21 h

bei der geringen menge geht man aber auch sparsamer damit um 

lis
lis
Grünschnabel
19 Tage 20 h

Sem bini gonz sicher 🤣🤣🤣

gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
19 Tage 22 h

Bestimmt warnt Greenpeace deshalb, weil die Bauern ihren Hühnern kurz vor Ostern unbezahlte Überstunden aufbrummen, damit die Versorgung besser klappt. 

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