Bei Massentierhaltung fallen Schadstoffe an

Greenpeace will Umweltsünder von Fördermitteln ausschließen

Dienstag, 24. April 2018 | 10:24 Uhr

Greenpeace fordert die Streichung der EU-Agrarförderung für Umweltverschmutzer durch Massentierhaltungsbetriebe. In Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Polen hätten Untersuchungen gezeigt, dass 1.209 Tierhaltungsbetriebe mit einem hohen Ausstoß an schädlichem Ammoniak insgesamt 104 Mio. Euro an EU-Steuergeldern erhalten hätten.

Die von Journalisten dieser Länder durchgeführten Studien seien durch den Abgleich der Datenbanken von Empfängern von EU-Agrarförderungen mit jener des Europäischen Schadstoffemissionsregisters erfolgt. Für Österreich hat der “Falter” an der Recherche teilgenommen. Dabei habe sich gezeigt, dass kein einziger Agrarbetrieb Ammoniak-Emissionen an die EU gemeldet habe, obwohl das Umweltbundesamt im Untersuchungszeitraum 2015 einen Ammoniak-Ausstoß von 66.800 Tonnen verzeichnete.

Der Grund ist laut der Zeitschrift, dass es derzeit für Betriebe möglich ist, die entsprechenden Umweltkontrollen zu umgehen. Dies könne beispielsweise dadurch geschehen, dass Betriebe knapp unter den sehr hohen Grenzwerten von 40.000 Hühnern oder 2.000 Schweinen bleiben. So würden neue Stallungen beispielsweise auf 39.500 Legehennen ausgelegt und damit Emissionskontrollen umgangen.

Greenpeace forderte am Dienstag von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) eine strenge Überwachung der Verschmutzer. Diese dürften keine Agrarförderungen erhalten, verlangt die Umweltschutzorganisation.

Von: apa

Kommentare

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1 Kommentar auf "Greenpeace will Umweltsünder von Fördermitteln ausschließen"


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Marta
Marta
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Stopp der Förderungen für :” Massentierhaltung und Schlachthöfen wo Tier nur mehr wie eine Sache behandelt wird !!!

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