Möglichkeiten für Wachstum sollen bestehen bleiben

Griechenland strebt Gesamtlösung im Schuldenstreit an

Freitag, 03. März 2017 | 16:40 Uhr

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sich zuversichtlich gezeigt, noch in diesem Monat eine Lösung im Streit mit den internationalen Geldgebern zu finden. Es sei “absolut machbar”, bis zum nächsten Treffen der Euro-Finanzminister am 20. März vorläufige Vereinbarungen zu treffen, sagte Tsipras nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Bernard Cazeneuve in Athen.

Allerdings strebe seine Regierung auch eine Gesamtlösung an, die Schuldenerleichterungen nach dem Ende des jetzigen Hilfsprogrammes vorsehe, sagte er. Cazeneuve erklärte, es gebe auf beiden Seiten den Willen, die wichtigen Reformüberprüfungen bald abzuschließen. Es werde bald einen guten Kompromiss geben. “Es ist kein Wunschdenken. Die Ziele für Überschüsse sind übertroffen worden”, sagte Cazeneuve nach dem Treffen mit Tsipras. Die Reformen müssten dennoch weiter fortgesetzt werden. Das gelte auch für sein eigenes Land, fügte der Pariser Regierungschef hinzu.

Die Kontrollen der Gläubiger, die zurzeit in Athen laufen, könnten bald erfolgreich abgeschlossen werden, so Cazeneuve. Er rechne auch mit einer Vereinbarung zur Reduzierung des griechischen Schuldenbergs. “Wir dürfen dabei nicht die Möglichkeiten für Wachstum töten”, sagte er bei der Pressekonferenz mit Tsipras. Französische Unternehmen seien bereit, in Griechenland zu investieren.

Tsipras dankte Cazeneuve für Hilfen bei der Bewältigung der Migrationskrise. Frankreich habe mehr als 3.000 Menschen aufgenommen und gebe damit “ein gutes Beispiel bei der Umverteilung der Flüchtlinge”. Cazeneuve versprach, 360 Asylexperten nach Griechenland zu schicken.

Von: APA/dpa/ag.