"Unsere Jugend braucht ein starkes Europa"

Griechenlandkrise: Unternehmerverband besorgt

Montag, 06. Juli 2015 | 16:17 Uhr

Bozen – Der Unternehmerverband Südtirol blickt mit Besorgnis auf die Entwicklungen in der Griechenland-Krise. „Wir brauchen ein starkes und vereintes Europa: dieses Europa hat unseren Völkern mittlerweile 70 Jahre Frieden garantiert; dieses Europa hat es uns ermöglicht, Barrieren abzubauen und uns immer besser zu vernetzen; dieses Europa schafft es, dank seiner wirtschaftlichen Leistung, fast die Hälfte der weltweiten Sozialausgaben zu stemmen“, so Unternehmerverbands-Präsident Stefan Pan.

Der Ausgang des Referendums in Griechenland dürfe nicht die Notwendigkeit, Europa und seine Mitgliedsländer immer wettbewerbsfähiger zu machen, in Frage stellen. „Die Reformen sind konkreter Ausdruck der Verantwortung jeder einzelnen Regierung, nicht ein Diktat. Das gemeinsame Haus Europa basiert auf zwei tragenden Säulen: die Produktion und die Verteilung des Reichtums. Je stärker die eine ist, umso stärker ist auch die andere. Jeder Mitgliedsstaat muss die Verantwortung übernehmen, Maßnahmen zu ergreifen, welche das Haus Europa stabiler machen. Dies hat Deutschland in der Vergangenheit gemacht, ebenso wie kürzlich Irland, Spanien und Portugal und auch Italien tut es in diesen Monaten. Der Weg der Reformen mag am schwierigsten erscheinen, aber es ist die einzige Möglichkeit, um unserer Jugend eine stabile Zukunft zu garantieren“, ist Pan überzeugt.

„Das Projekt Europa entstand, um zu vereinen. Wenn Europa sich weiterhin an diesem Ziel orientiert, das es uns erlaubt hat, zum weltweit wichtigsten Erzeuger von Wohlfahrt zu werden – noch vor den USA und China – werden wir alle davon profitieren. Wenn allerdings die eigenen Interessen oder opportunistische Verhaltensweisen die Oberhand gewinnen, setzen wir nicht nur die Zukunft Europas, sondern vor allem jene unserer Jugend aufs Spiel“, mahnt Pan.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen