Das AFI zeigt auf, was Arbeiter und Angestellte bewegt

Grundsicherung und Gleichgewicht in Beruf und Leben

Mittwoch, 10. Juni 2015 | 13:22 Uhr

Bozen – Wie schaut es in Zukunft mit Arbeit und Einkommen aus? Ist die Rente sicher? Kann ich mit 50 noch Job wechseln? Wie können Familie und Arbeit am besten gemanagt werden? Welche Anforderungen im Job kommen auf mich zu? Diese und weitere Sorgen der arbeitenden Bevölkerung standen jüngst auf dem Prüfstand im Strategie-Workshop des AFI | Arbeitsförderungsinstituts.

AFI-Präsident Toni Serafini und die Mitglieder des AFI-Rates, bestehend aus Vertretern der Gewerkschaften und der sozialen Organisationen, hatten es sich vorgenommen, die Arbeitsziele des Instituts für das kommende Jahr festzulegen. Diese sollten sich an den dringlichsten Anliegen der Südtiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausrichten.

Die Sicht der Arbeitnehmer

Unter der fachkundigen Tagungsführung von Eddi Treccani kristallisierten sich unter den vielen aufgeworfenen Themen drei als die wichtigsten heraus: Erstens die soziale Grundsicherung, zweitens das Gleichgewicht zwischen Beruf und Familie bzw. das Verhältnis Arbeitszeit zu Lebenszeit („Work-Life-Balance“), und  drittens die Glaubwürdigkeit bzw. Innovationsfähigkeit der Gewerkschaften in ihrer Rolle als Interessensvertreter der Arbeitenden. „Das AFI ist ein Institut für Forschung und Bildung, und es forscht im Interesse und aus der Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so die einhellige Überzeugung des AFI-Rats. Schon nach dem Tätigkeitsbericht 2014/15 von AFI-Direktor Stefan Perini am Vormittag hatten die Ratsmitglieder die bisher geleistete Forschungs- und Informationstätigkeit des Instituts gewürdigt und deren Bedeutung für die Arbeitswelt unterstrichen. Besonders hervorgehoben wurden das von Direktor Perini ins Leben gerufene AFI-Barometer, das vierteljährlich die Stimmung unter der Arbeiterschaft einfängt sowie die Studien zum Wohlfahrtsstaat und zur „atypischen“ Beschäftigung im Öffentlichen Dienst.

Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft

Die zukünftige Forschungs- und Informationstätigkeit des AFI soll in erster Linie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ansprechen: „Es geht darum, sowohl die wirklichen als auch die gefühlten Probleme und Anliegen der Arbeiterschaft auf den Punkt zu bringen, sie in einer klaren Sprache zu vermitteln und am Ende Wirkungen und Wirksamkeit von Botschaften zu prüfen“, umriss AFI-Präsident Toni Serafini das Profil des Arbeitsförderungsinstituts. „Unter dem Schlagwort „Die Arbeit der Zukunft“ werde das AFI in diesem Sinne auf das bereits Geleistete aufbauen und Erkenntnisse zur Bedeutung der Work-Life-Balance und zur Herausforderung des längeren Erwerbslebens sammeln und auswerten“, erläutert AFI-Direktor Stefan Perini.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen