Veranstalter erwarten zehn- bis fünfzehnprozentiges Besucherplus

GTI-Treffen am Wörthersee ging ruhig zu Ende

Sonntag, 28. Mai 2017 | 14:30 Uhr

Das offizielle GTI-Treffen in Reifnitz am Wörthersee ist Samstagabend zu Ende gegangen. Die Veranstalter gingen davon aus, dass die Besucherzahlen des Vorjahres übertroffen werden konnten. Die Polizei zog ein positives Resümee: “Es kam zu keinen Ausschreitungen, keine schweren Strafdelikte und zu nur einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person verletzt wurde”, wie es bei der Bilanz am Sonntag hieß.

Die fünf Führerscheinabnahmen bewegten sich laut der Landespolizeidirektion Kärnten im Mittel der vergangenen drei Jahre: 2016 waren es drei gewesen, im Jahr 2014 gab es acht Abnahmen. Während der eigentlichen Veranstaltung zwischen dem 24. und 27. Mai kam es zu einem Verkehrsunfall mit einer verletzten Person, während es in den Jahren zuvor keinen bzw. auch einen Unfall gab. Im Rahmen des Vortreffens haben sich laut Polizeibilanz drei Verkehrsunfälle mit insgesamt sechs Verletzten ereignet.

Positiv wurde vermerkt, dass keine Körperverletzungen registriert wurden. Ein Burgenländer schoss in der Nacht auf Donnerstag mit einer Glock im Ortszentrum von Velden aus dem fahrenden Wagen. Er wurde am Freitag ausgeforscht, nach anfänglichem Leugnen gestand er schließlich die Abgabe von drei Schüssen in die Luft. Als Motiv nannte er gegenüber der Polizei “Leichtsinn”. Insgesamt habe sich die sogenannte 3D-Taktik – Dialog, Deeskalation sowie konsequentes Durchgreifen – “bestens bewährt”, hieß es seitens der Landespolizeidirektion Kärnten.

Wie viele Sicherheitskräfte insgesamt eingesetzt waren, wurde nicht bekannt gegeben. Im Einsatz waren Kräfte der Einsatzeinheit Kärnten, der Landesverkehrsabteilung, des Seedienstes sowie aus dem Regeldienst der Polizeiinspektionen. Auch aus den Bundesländern seien 40 Beamte an den Wörthersee abgezogen worden.

Aus Sicht der Samariterbundes, der seine Einsatzzentrale im Strandbad Reifnitz eingerichtet hatte, sei das 37. GTI-Treffen im Vergleich zu vielen Jahren zuvor “absolut ruhig” verlaufen. Rund 100 leichtere Einsätze habe es in den vier Tagen gegeben. “Es war eigentlich wie in einer Arztordination, wir hatten jung und alt bei uns, die Fälle reichten von Bauchweh, Verdauungs- und Kreislaufproblemen bis zur Versorgung von Wunden, die nicht mit dem Treffen in Bezug gebracht werden konnten”, schilderte Einsatzleiterin Jutta Sandrieser gegenüber der APA. Insgesamt waren an den vier Tagen 35 Sanitäter aus ganz Österreich und eine Notärztin im Einsatz.

“Unser Konzept, das Auto wieder in den Vordergrund zu rücken und zahlreiche neue Programmpunkte mit aufzunehmen trägt nun die ersten großen Früchte”, resümierte Markus Perdacher, Bürgermeister der Veranstaltergemeinde Maria Wörth bereits am Samstag. “Dass wir am richtigen Weg sind, zeigen die Besucherzahlen, die heuer um rund zehn bis 15 Prozent höher als im letzten Jahr sind”, blickte der Bürgermeister in einer Aussendung der Schlussbilanz voraus. Wie viele Besucher tatsächlich da waren, werde man nämlich erst im Laufe der kommenden Woche bekanntgeben können: Zuerst müssten die Abrechnungen der Verkaufsstellen und Einfahrtskontrollpunkte vorliegen. Das Datum des nächsten Treffens steht bereits fest: Es soll vom 9. bis 12. Mai 2018 über die Bühne gehen.

Von: apa