Zweitgrößte Bank des Landes mit betrügerischen Überweisungen geprellt

Hacker erbeuteten 10 Mio. Dollar von der Bank of Chile

Dienstag, 12. Juni 2018 | 05:31 Uhr

In Chile haben Kriminelle durch einen Hackerangriff rund zehn Millionen Dollar (8,51 Mio. Euro) bei der zweitgrößten Geschäftsbank des Landes erbeutet. Eine Untersuchung durch Experten von Microsoft habe ergeben, dass die Angreifer einer internationalen Hacker-Gruppe angehörten, die in Osteuropa oder Asien ihren Sitz haben könnte, sagte der Chef der betroffenen Bank of Chile, Eduardo Ebensperger.

Ein Großteil des gestohlenen Geldes sei nach Hongkong transferiert worden. Ebensperger sagte der Zeitung “La Tercera”, die Hacker hätten zunächst einen Virus in das Computersystem der Bank of Chile eingeschleust. Daraufhin habe das Geldhaus am 24. Mai rund 9.000 Computer in seinen Filialen vom Netz genommen, um Kunden-Konten zu schützen.

In der Zwischenzeit hätten die Angreifer über das internationale Zahlungsverkehrssystem Swift zahlreiche betrügerische Überweisungen auf den Weg gebracht. Als der Vorgang entdeckt und gestoppt worden sei, seien die Millionen bereits auf ausländischen Konten gewesen.

Zuletzt hatte es mehrere solcher Attacken gegeben. So hatten Kriminelle im Mai durch fingierte Überweisungen mexikanische Banken geschädigt.

Von: APA/ag.

Kommentare

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3 Kommentare auf "Hacker erbeuteten 10 Mio. Dollar von der Bank of Chile"


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Gredner
Gredner
Superredner
11 Tage 17 h

Es war von Anfang an eine schlechte Idee die Banken ans Internet anzuschliessen. Früher betrieben die Banken ihr eigenes Netz – ohne Schnittstelle mit dem “allgemein-zugänglichen” Internet.

Bauchnoblwollwuzl
Bauchnoblwollwuzl
Grünschnabel
11 Tage 17 h

Dann gäbe es aber auch kein e-banking, keine Bankomaten oder Pos-Geräte.
Hast du als “Gredner” sicher alles schon benutzt.

Gredner
Gredner
Superredner
11 Tage 16 h

@Bauchnoblwollwuzl stimmt nicht. Hier steht, dass ein Virus eingeschleust wurde. Wenn die PCs in der Bank aber nicht mit dem Internet verbunden gewesen wären, wäre das unmöglich gewesen.

POS benötigt eine Telefonleitung (direkte Einwahl zum Bankennetz), keine Internet-Verbindung.

Und fürs Online-Banking reicht eine limitierte Schnittstelle über Web, die keinen direkten Zugriff auf die Banken-Systeme erlaubt.

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