Agrar- und Forstbericht

Hälfte des Viehbestands auf einer der 1739 Almen

Dienstag, 21. Juli 2015 | 11:48 Uhr

Bozen – Südtirols Almen sind fast ausschließlich Hochalmen, die über der Waldgrenze liegen. Die Bodenbeschaffenheit ist besser für Jungrinder als für Milchkühe geeignet. Dies geht aus dem Agrar- und Forstbericht 2014 hervor, der Anfang des Monats erschienen ist.

"Die Almen", unterstreicht Landesrat Arnold Schuler, "sind wichtig nicht nur für die Viehwirtschaft, sondern auch als Erosionsschutz und für die Kulturlandschaft unseres Landes".

Auf nur 49 der 1739 Almen wurden im vergangenen Jahr mehr als 15 Melkkühe aufgetrieben. 39.380 Großvieheinheiten und damit gut die Hälfte des Viehbestandes werden jährlich gealpt. Eine Großvieheinheit dient als Umrechnungsschlüssel zum Vergleich verschiedener Nutztiere auf der Grundlage ihres Lebendgewichtes; eine Großvieheinheit entspricht 500 Kilogramm, soviel wie ein ausgewachsenes Rind. Von den im land- und forstwirtschaftlichen Informationssystem Lafis erfassten 104.000 Hektar Almen sind 24.000 Hektar reine Weidefläche, 53.400 versteinte Weidefläche und 26.600 Hektar bestockte Weide.

71 Prozent der Almen befinden sich in Privatbesitz, Interessentschaften und Konsortien besitzen 13 Prozent, in Miteigentum sind sieben Prozent, drei Prozent sind im Besitz von Gemeinden und fünf Prozent von anderen öffentlichen Körperschaften, Forstdomäne und Kirche besitzen je ein Prozent der Almfläche in Südtirol.

Nachzulesen sind diese und andere interessante Daten im Agrar- und Forstbericht 2014; Ausgaben der 155 Seiten umfassenden Datensammlung der vier Abteilungen Landwirtschaft und Forstwirtschaft, Land- und Forstwirtschaftliches Versuchszentrum Laimburg und Land-, Forst- und Hauswirtschaftliche Berufsbildung sind kostenfrei im Landhaus 6 in der Brennerstraße 6 in Bozen erhältlich.

Der Agrar- und Forstbericht 2014 steht auch zum Herunterladen bereit: http://www.provinz.bz.it/landwirtschaft/

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen