Der hds begrüßt den Vertragsabschluss

Handel: Neuer gesamtstaatlicher Kollektivvertrag unterzeichnet

Mittwoch, 01. April 2015 | 13:14 Uhr

Bozen – Am 30. März 2015 hat der Dachverband Confcommercio mit den Gewerkschaften Filcams – Cgil, Fisascat – Cisl und Uiltucs – Uil das Abkommen unterzeichnet, das den gesamtstaatlichen Kollektivvertrag für den Tertiärsektor, den Vertrieb und das Dienstleistungsgewerbe erneuert. Der neue Vertrag ist mit 1. April 2015 wirksam. Mit rund drei Millionen Beschäftigten, die unter den Geltungsbereich des Vertrags fallen, handelt es sich um den wichtigsten privatwirtschaftlichen Kollektivvertrag in Italien. Die Geltungsdauer des Vertrags endet zum 31. Dezember 2017.
 
Der hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol begrüßt den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen. „Vor dem Hintergrund noch unsicherer Konjunkturaussichten und wirtschaftlicher Schwierigkeiten im Handel werden mit diesem Vertrag wichtige Rahmenbedingungen für die Beschäftigung in den nächsten drei Jahren festgelegt. Dies stellt eine unverzichtbare Voraussetzung für einen möglichen Aufschwung dar“, erklärt hds-Präsident Walter Amort. Positiv sei, dass der Vertrag neue flexiblere Organisationsmodelle einführe und ganz besonders auf die Kosteneinschränkung achte.

Der neue Vertrag sieht eine schrittweise Gehaltserhöhung um 85 Euro vor und führt wichtige Neuerungen wie befristete Verträge zur Beschäftigungsförderung und echte Erleichterungen in der Arbeitszeitflexibilität vor. Eine einfacher zu handhabende Arbeitszeitflexibilität ohne zusätzlichen Kostendruck für die Unternehmen erlaubt den Unternehmen, die vertragliche Arbeitszeit für 16 Wochen auf bis zu 44 Wochenstunden zu erhöhen, und zwar ohne  Überstundenzuschläge für die Stunden, die über die normale Wochenarbeitszeit hinaus geleistet werden, wenn dafür innerhalb von zwölf Monaten ab Beginn des Flexibilitätsprogramms Zeitausgleich gewährt wird.
 
Das Ergebnis der Vertragsverhandlungen ist ein Instrument, das die Unternehmen mit neuen innovativen Lösungen auf dem Weg der wirtschaftlichen Erholung begleitet kann. Diese Lösungen ermöglichen mehr Flexibilität und Produktivität, sowohl in der Arbeitszeitgestaltung als auch bei der Beschäftigung. Der neue Vertrag garantiert zudem in stärkerem Umfang die Anwendung der kollektivvertraglichen Sozialleistungen und die Umsetzung des Governance-Abkommens über die Bilateralität 2014 zur Verbesserung des Systems der Bilateralen Körperschaften, der Nutzung der Ressourcen und der Inanspruchnahme der Leistungen. Die neuen Regelungen sind für Unternehmen aller Größenordnungen bestimmt und können auf staatlicher Ebene unmittelbar genutzt werden.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen