Geld wird von USA nach Europa verschoben

Handelsüberschuss der EU-Länder mit den USA stieg deutlich

Freitag, 15. Juni 2018 | 12:03 Uhr

Inmitten des Zollstreits legt der Überschuss der EU-Länder im Warenhandel mit den USA kräftig zu. Von Jänner bis April stieg er um 17 Prozent auf 45,4 Mrd. Euro, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Die Ausfuhren kletterten im ersten Jahresdrittel um drei Prozent auf fast 131 Mrd. Euro, die Einfuhren aus den USA schrumpften dagegen um mehr als drei Prozent auf gut 85 Mrd. Euro.

US-Präsident Donald Trump ist das Handelsdefizit seines Landes mit Staaten wie Deutschland ein Dorn im Auge. Viele Unternehmen, Ökonomen und Politiker fürchten, dass der Republikaner den US-Markt abschotten und damit den Welthandel bremsen könnte. Auf Stahl- und Aluminium-Importe aus den EU-Ländern wurden bereits höhere Zölle eingeführt. Als nächstes könnten Auto-Importe mit Mehrkosten belegt werden.

Die EU-Länder profitieren derzeit vom Aufschwung der Weltwirtschaft, der die Nachfrage nach europäischen Waren erhöht. Die gesamten EU-Ausfuhren in den Rest der Welt wuchsen in den ersten vier Monaten um knapp drei Prozent auf rund 626 Mrd. Euro. Die Welthandelsorganisation WTO hob ihre Prognose für das Wachstum des globalen Warenaustauschs in diesem Jahr kürzlich auf 4,4 von zuvor 3,2 Prozent an.

Von: APA/ag.

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