Territoriales Rahmenabkommen zur Steuerbegünstigung bei Ergebnisprämien

hds und Fachgewerkschaften: „Kaufkraft stärken!“

Dienstag, 09. August 2022 | 13:57 Uhr

Bozen – “Die derzeitige Inflation verbunden mit dem Kaufkraftverlust der Menschen und den entsprechenden Auswirkungen auf den Konsum sind ein ernstzunehmendes Problem, bei dem dringender Handlungsbedarf notwendig ist. Es gibt eine Reihe von steuer- und beitragsbefreiten Benefits und Belohnungsinstrumenten, die von Seiten der Betriebe angewandt werden können, um so auch die Kaufkraft zu stärken.”

So hat der Wirtschaftsverband hds vor kurzem mit den vier Fachgewerkschaften ASGB Handel, Filcams Cgil/Agb, Fisascat Sgb/Cisl, Uiltucs Uil/Sgk ein neues territoriales Rahmenabkommen zur Steuerbegünstigung bei Auszahlung von Ergebnisprämien im Tertiärsektor, in der Verteilung und im Dienstleistungsgewerbe unterzeichnet. “Dadurch können die Betriebe, die vom Stabilitätsgesetz 2016 vorgesehene Zehn-Prozent Pauschalbesteuerung auf sogenannte Ergebnisprämien in Anspruch nehmen.”

Diese begünstigte Ersatzbesteuerung von zehn Prozent anstelle der Einkommensteuer und der regionalen und kommunalen Zuschläge kann auf Ergebnisprämien mit variabler Höhe angewandt werden, die im Zusammenhang mit einer Steigerung der Produktivität, Ertragsfähigkeit, Qualität, Effizienz und Innovation ausbezahlt werden.

In Anspruch nehmen können die Steuerbegünstigungen im Privatsektor beschäftigte Arbeitnehmer, die im Jahr vor dem Bezugsjahr ein Bruttoeinkommen aus abhängiger Arbeit von nicht mehr als 80.000 Euro hatten. Der Höchstbetrag, auf den die Steuerentlastung anwendbar ist, liegt laut Abkommen bei 3.000 Euro brutto pro Jahr.

Um die Ergebnisprämie mit Ersatzbesteuerung auszahlen zu können, können die Arbeitgeber der territorialen Rahmenvereinbarung beitreten, indem sie die der Rahmenvereinbarung beigefügte Beitrittserklärung ausfüllen und die dort beschriebene Prozedur einhalten.

Sofern vom Arbeitgeber vorgesehen, können die Arbeitnehmer die Leistungsprämie wahlweise auch in Form von betrieblichen Wohlfahrtsleistungen in Anspruch nehmen. In diesem Fall ist die Prämie vollständig steuer- und beitragsfrei.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "hds und Fachgewerkschaften: „Kaufkraft stärken!“"


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brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 23 Tage

Kaufkraftverlust der Arbeitnehmer….Ironie hoch 10….jahrelang hat die Politik nur auf Arbeitgeber Bauern und Hoteliers geschaut……..das ist das Resultat….sollen sie weniger kaufen..vielleicht geht manchen Lobbyisten ein kleines Lichtchen auf

sixtus
sixtus
Tratscher
1 Monat 23 Tage

Leider höre ich nur Betriebe können beitreten, beigetreten Betriebe können Prämien geben die mit 10% besteuert werden, können, können. Dies hilft aber der Mehrheot der Arbeitnehmer nicht, die benötigen jetzt eine Erhöhung. Viele Unternehmen sind dem terr.Abkommen nicht beigetreten und daher schauen viele Arbeiter durch die Finger. Alles nur können warum werden sie nicht einfach verpflichtet.

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